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Philharmoniker Depot

02.02.19 Neuer Bullenmarkt bei Gold – Notenbanken greifen wieder zur Druckerpresse

Die italienische Wirtschaft ist nun offiziell in eine Rezession gerutscht, nachdem das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale in Folge geschrumpft ist. Im vierten Quartal sank das BIP um 0,2 Prozent. Aufgrund einer sukzessiv abnehmenden Produktivität der Bevölkerung, rekordhohen Steuern und rekordhoher Verschuldung (131 % des BIPs), ist kein nachhaltiges Wachstum in Europas drittgrößter Volkswirtschaft mehr möglich. Dazu kommt, dass nach einer zehnjährigen geldmengeninduzierten Konjunkturscheinblüte ganz Europa vor der Rezession steht. Selbst mit dem weiteren Drucken bzw. Umverteilen von Geld, kann man den ökonomischen Zusammenbruch der stark gemeinwirtschaftlich geprägten europäischen Volkswirtschaften nicht mehr verhindern.

Nutzt man die ungeschönten Inflationszahlen in den USA nach der Berechnungsmethode von 1980, so schrumpft die amerikanische Wirtschaft real bereits seit der Jahrtausendwende. Erst vergangene Woche flog die japanische Regierung mit gefälschten Wirtschaftsstatistiken auf und konstatierte, dass wohl 40 % aller Daten geschönt seien. Auch in Europa dürfte die Teuerung mindestens 5 % höher liegen, als sie die staatlichen statistischen Ämter offiziell ausweisen. Diese Fake News haben Methode, denn so können die Märkte getäuscht und ein Zusammenbruch von Staaten und Banken über niedrige Zinsen verhindert werden, während Vermögen von der Bevölkerung hin zum Staat und Bankennutznießern umverteilt wird, was man landläufig „Finanzielle Repression“ nennt. Liegt die reale Teuerung in Europa 5 % höher, dann befindet sich Europa ebenfalls spätestens seit 2008, doch vermutlich bereits seit der Einführung des Euros, in einer schleichenden Rezession.

Vor einer Woche waren die Edelmetallpreise und die Minenaktien bereits in die Korrektur übergegangen, als die Notenbanken der Welt auf die Konjunkturschwäche reagierten, was die Kursentwicklung der Anlageklassen sofort verkehrte und die Notierungen stark zulegten. In China wurden Signale zu mehr Inflation über geplante Senkungen der Mindestreservequote seitens der chinesischen Zentralbank (PBoC) gesendet. In Europa diskutiert die EZB über Bankenhilfen wie langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO), was zeigt, dass die Zinswende im Euroland in den nächsten beiden Jahren nicht zu erwarten ist. Viel wahrscheinlicher ist es nun, dass die EZB bei der sich gerade manifestierenden Rezession sofort eingreifen wird, bevor die überschuldeten Unternehmen und Staaten Europas sukzessive zusammenbrechen, was letztlich zu einer Stagflation führen wird.

Die Gerüchte zur Zinsentscheidung der US-Notenbank vom letzten Freitag, die auch die Edelmetallpreise getrieben hatten, haben sich in dieser Woche nun bestätigt. Die US-Notenbank verkündete am Mittwochabend, dass sich der Offenmarktausschuss entschieden hat, die Zinsen im Januar nicht anzuheben, was dem Marktkonsens entsprach. Die FED hatte erst im Dezember den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben – das vierte Mal im vergangenen Jahr. Zwei Zinsanhebungen für das Jahr 2019 hatte Notenbankchef J. Powell noch im Dezember in Aussicht gestellt, doch war bei dieser Sitzung kein Hinweis mehr auf Zinsanhebungen enthalten. Bei künftigen Zinsentscheidungen wolle man „geduldig“ agieren und man sei vorbereitet, um die Normalisierung der Notenbankbilanz anzupassen. Der Zinsanhebungszyklus dürfte nun sein Ende gefunden haben und auch ein Ende des QT-Programms, bei dem die FED dem Markt monatlich 50 Mrd. Dollar entzieht, dürfte in diesem Jahr enden.

Die US-Notenbank hatte gerade einmal ein Jahr eine Normalisierung der Notenbankbilanz durchgehalten, bevor sie nun zum Schutz der Banken dazu gezwungen wurde, das Programm wieder zu beenden. Geld, das Notenbanken bzw. Staaten einmal gedruckt haben, kann dem Markt nicht mehr entzogen werden, ohne dass die Fehlallokationen, die erst durch die Geldmengenausweitung entstanden ist, zusammenbrechen und den Rest der Wirtschaft mit in den Abgrund ziehen. Die Geldpolitik ist dazu verdammt immer und immer mehr in die Wirtschaft einzugreifen, während immer mehr Geld gedruckt wird und die Schulden exponentiell explodieren, bis die Utopien der gottspielenden Politiker in einem völligen Kollaps von Staat, Wirtschaft und Papiergeld in sich zusammenbrechen. Dies bedeutet, dass die weltweiten Geldmengen in Bälde wieder ausgeweitet und die Fiat-Währungen so abgewertet werden.

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Die US-Notenbank ist dabei ihr „Quantitative Tightening“ wieder zu beenden.

„Gegen Gold zu wetten, ist das Gleiche, wie auf Regierungen zu wetten. Der, der auf Regierungen und Regierungsgeld wettet, wettet gegen 6.000 Jahre aufgezeichnete Menschheitsgeschichte.“

Charles de Gaulle

Einzig jene, die auf inflationsgeschützte Anlageklassen, allen voran Gold und Silber gesetzt haben, werden nicht nur die Kaufkraft ihrer Ersparnisse erhalten, sondern auch von der Flucht in Edelmetalle der Spätzünder über eine steigende Kaufkraft des Goldes profitieren.

Was die Notenbanken vor einer Woche verkündeten, ist nicht weniger als der Offenbarungseid ihrer Unfähigkeit der Steuerung wirtschaftlicher Entwicklungen. Seit Monaten schreiben wir, dass die Edelmetallpreise nach oben gehen werden, sobald die Notenbanken nur neue QE-Programme zur Bekämpfung der aufziehenden Rezession andeuten, da smarte Investoren dieses Signal verstehen werden. Und genau das sahen wir nun in den letzten fünf Handelstagen. Seit Freitag kaufen smarte Investoren Gold, Silber und Minen in Erwartung einer Dekade inflationärer Geldpolitik. Wir hätten selbst nicht gedacht, dass die Notenbanken schon jetzt den Kopf einziehen. Vielmehr hatten wir erwartet, dass die Krise erst etwas toben würde, bevor die Menschen derartige Maßnahmen für legitim halten. Die Märkte haben sich scheinbar an die Dauerrettung der ganz und gar nicht mehr freien Märkte gewöhnt und die Notenbanken sehen keinen Spielraum mehr, als jetzt einzugreifen, da ihnen sonst die Kontrolle entgleitet und ein unkontrollierter Zusammenbruch der Volkswirtschaften binnen kurzer Zeit droht.

Der Goldpreis stieg in dieser Woche bis an den Abwärtstrend an und erreichte im Hoch 1.326 $ je Feinunze. Gold in Euro konnte gar auf 1.155 € ansteigen und ist damit klar in den langfristigen Aufwärtstrend zurückgekehrt. Hier erwarten wir aufgrund der lockeren Geldpolitik in der Eurozone weiterhin starke Notierungen in 2019. Selbst der Silberpreis, der im vergangenen Jahr unter relativer Schwäche litt, konnte ansteigen und dürfte nun zunehmend durch ein Wiederaufleben der Investmentnachfrage wieder zu alter Stärke zurückfinden.

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Der Goldpreis reagierte auf die Ankündigungen der Notenbanken unmittelbar mit steigenden Preisen.

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Auch der Silberpreis zog sofort mit Gold an und Widerstände im Chart wurden überwunden.

Für Investoren am Standardaktienmarkt ist nun das Signal zum Wechsel gekommen. Die Rezession macht sich bereits breit und man versucht diese über die Inflation der Geldmenge zu verschleiern. Wir werden eine Stagflation, wie in den siebziger Jahren, erleben, als die Aktienmärkte real einbrachen und nominal über eine Dekade seitwärts verliefen, während der Goldpreis sich verzwanzigfachte. Ein guter Indikator hierfür ist das Dow-Gold-Ratio, das jetzt wieder beginnen dürfte langsam zu fallen.

Nachdem das Ratio in der Konjunkturscheinblüte anstieg, wird jetzt in der Stagflation, ebenso wie in den siebziger Jahren, das Ratio wieder fallen.

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Das Dow-Gold-Ratio könnte nun wieder auf 1 fallen und Gold so zwanzigmal stärker performen als der Standardaktienmarkt.

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Nominal wird der Aktienmarkt auf hohem Niveau verharren, doch inflationsbereinigt steht ein Crash bevor.

2019 dürfte nun das große Jahr der Trendwende am Edelmetallmarkt werden und die Ankündigungen der Notenbanken in der letzten Woche könnten den Anbeginn eines neuen Bullenmarktes markieren. Das Gold-Silber-Ratio, das im Augenblick bei 83 notiert, dürfte in den nächsten zehn Jahren wieder auf ca. 30 oder deutlich darunter fallen und auch die Minenaktien dürften in diesem Jahr in einen neuen Bullenmarkt übergehen. Die Notenbanken haben das Inflationssignal gegeben und die Zeit für strategische Käufe auf Sicht von zehn Jahren ist nun gekommen. Die smarten Investoren gehen jetzt dazu über, sich neu zu positionieren und werden auf Gold, Silber und Minen setzen.

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Silber dürfte langsam in den nächsten Monaten und Jahren wieder zur alten Stärke zurückkehren.

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Während der überbewertete Standardaktienmarkt fallen wird, dürften die Minenaktien in den nächsten zehn Jahren nun haussieren.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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