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Philharmoniker Depot

24.04.15 Akshaya Tritiya sorgt für starke Goldnachfrage in Indien

Nennen Sie es Aberglaube, gutes Marketing oder einfach Tradition… Unabhängig davon, als was man es betrachtet, Akshaya Tritiya  - einer der drei glückverheißendsten Tage im Hindukalender – hat sich zu einem der wichtigsten Tage für Goldhändler in Indien entwickelt. 

Indien ist ohnehin bereits der größte Markt für Goldschmuck, selbst ohne diesen Feiertag, an dem Sonne und Mond besonders hell leuchten sollen… und der in dieser Woche wieder stattfand.

Um sich auf die Nachfrage an den diesjährigen Feiertagen vorzubereiten (und Dank vereinfachter Einfuhrbestimmungen) verdoppelten indische Großhändler in diesem März ihre Vorräte gegenüber dem gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Die Goldimporte im April könnten somit einen rund 90-prozentigen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen und zusätzliche 100 Tonnen zu den 125 Tonnen vom März hinzufügen. 

Das ist eine Menge Gold. Das entspricht beinahe jeder zweiten Feinunze Gold, die in den letzten zwei Monaten weltweit gefördert wurde. Und anschließend zu goldenen Armbändern und Halsketten verarbeitet wurde. Während des Hindu-Festes Akshaya Tritya stiegen in Indien nämlich auch die Goldverkäufe um 10-20%. Manche Einzelhändler berichten sogar von einem 30-prozentigen Anstieg!

Aber wie wirkt sich diese gesteigerte Nachfrage auf die Goldpreise aus?

„Der Absatz [in 2015] war höher, da die indischen Preise um 7% niedriger als im letzten Jahr waren“, erklärt Bachhraj Bamalwa, Direktor der All India Gems & Jewellery Trade Federation.

Hingegen sind die Goldpreise in US-Dollar rund 100 USD je Feinunze tiefer als zum Akshaya-Tritiya-Fest in 2014.

Was also auch immer den Goldpreis bewegt, so sind dies offensichtlich nicht die indischen Feiertage. 

Gemessen in Euro, steht Gold nun zwar um einiges besser da als noch vor einem Jahr. Allerdings hat dies eher damit zu tun, dass der Euro momentan gegenüber sämtlichen anderen wichtigen Währungen recht tief steht.

Zweifellos ist es nur eine Frage der Zeit, wann auch die indische Rupie das nächste Mal wieder stärker unter Druck gerät.

Und unabhängig davon, ob sich die Goldkäufe an Akshaya Tritiya für 2015 als glückverheißend herausstellen oder nicht, indische Privatpersonen haben sicherlich gut daran getan, in den letzten vier Jahrzehnten mit dem weiterzumachen, was sie bereits seit rund 2000 Jahren tun: Gold kaufen

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: Gold.Bullionvault.de

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