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Philharmoniker Depot

19.12.12 US-Finanzminister für Ende der Schulden-Obergrenze

von Douglas French ...Einige Wall Street CEOs sprachen sich eindeutig gegen den US-Finanzminister Timothy Geithner aus. Die Entscheidungen, an denen Geithner teil hatte, besonders die fehlende Rettung für Lehman, hätten zur Verschlimmerung der globalen Finanzkrise beigetragen. Zuvor hatte er in den 1990ern bei diversen internationalen Krisen mitgeholfen, diese zu managen, so in den Fällen von Mexiko, Brasilien, Indonesien, Südkorea und Thailand.

Geithner hat nie in der wirklichen Geschäftswelt gerarbeitet, und bei den staatlichen Posten kann er seinen inneren Soziopathen ausleben. In seinem Buch "Bailout" erklärt der TARP Special Inspector General Neil Barofsky, dass er ein Treffen mit Geithner nur dann bekam, wenn er drohte, dass er dessen Verhalten dem Kongress melden würde. Wenn sie sich dann trafen, sei Geithner feindlich gewesen:

Während wir vor und zurück parierten, erreichte Geithner wiederholt einen Zustand der Wut, und er verwöhnte mich mit detaillierten Erklärungen, warum ich offensichtlich ein Idiot sei. Danach beruhigte er sich und gab mir ein erzwungenes, fast dämonisches Lächeln.

Die Frau von Barofsky ist Psychiaterin, und teilte ihrem Mann mit, dass Geithner vielleicht ein Narzisst sei, "und deshalb psychologisch unfähig sein könnte, einzuräumen, dass er einen Fehler gemacht hat."

Geithner tat alles, was er konnte, um Geld an die Wall Street zu schaufeln angesichts des Crashs, in Form von TARP, TALF, PPIP, und wer kennt diese Programme schon alle, und er wollte, dass die Steuerzahler dafür einspringen.

In ihrem Buch "Bull By the Horns" schreibt Ex-FDIC Mitarbeiterin Sheila Bair, dass der US-Finanzminister "nicht wollte, dass Gläubiger, besonders Anleihenbesitzer von diesen großen, gescheiterten Finanzinstitutionen, Verluste erleiden sollten."

Obwohl Geithner der Presse Gerüchte zukommen ließ, dass er Sheila Bair von ihrem Posten als FDIC-Vorsitzende loswerden wollte, sagte er ihr das niemals direkt von Angesicht zu Angesicht. "Tim sprach selten mit mir direkt", schreibt sie, "die großen Ausnahmen waren, wenn es um Citi ging und er meine Hilfe brauchte." Bair ist zugegebenermaßen kein Freund von Geithner. Sie beschreibt die Erinnerung an die Nachricht, dass er zum Finanzminister ernannt worden sei, als "Schlag in den Magen".

Sie "verstand nicht, wie jemand, der Wahlkampf für eine Agenda des Wechsels ("change") gemacht hatte, nun jemanden ernennen konnte, der so sehr an diesem finanziellen Durcheinander beteiligt war, welches zur Wahl von Obama führte. Tim Geithner war der Oberkommandierende der bailouts in der 2008er Krise."

Wenn Geithner der "Oberkommandierende der bailouts" ist, dann ist Andrew Mellon genau das Gegenteil. Der Mann war in den 1920ern der Finanzminister der USA und von ganz anderem Kaliber. Als das Land in die Depression sank, sagte der Finanzminister Mellon dem Präsidenten Hoover, dass man Arbeitsplätze, Aktien, Farmer, Immobilien....abwickeln solle...das würde die Verfaultheit aus dem System schaffen.

Hohe Lebenshaltungskosten - und dann würde die hohe Lebenshaltung sinken. Die Leute würden harter arbeiten und ein moralischeres Leben führen. Werte würden angepasst, und Leute mit Unternehmergeist würden vorankommen, im Gegensatz zu weniger kompetenten Menschen.

Und obwohl Mellon den größten Teil seines Lebens im Bankgeschäft verbracht hatte, wollte er die Banker nicht unterstützen. Er war dafür, schwache Banken untergehen zu lassen, damit das Bankensystem danach umkehren und gedeihen könne.

Während die bailouts von Geithner ein Weg waren, den Dollar zu schwächen, sagte er dennoch: "Wir werden niemals versuchen, unsere Währung zu schwächen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten oder die Wirtschaft wachsen zu lassen", so Geithner gegenüber der Presse im Jahr 2010. "Das ist keine effektive Strategie für irgendein Land, und auch nicht für die USA. Wir werden das niemals tun."

Niemals? Wirklich?

Während Mellon, der 59. US-Finanzminister, für den Goldstandard war und für einen ausgeglichenen Statshaushalt, ist die derzeitige Version eines US-Finanzministers für unbegrenzte staatliche Verschuldung.

Bei Bloomberg TV fragte Al Hunt in der Sendung "Political Capital" Geithner, ob er glaube, "dass wir die Obergrenzung der Staatsverschuldung einfach eliminieren sollten."

"Oh, absolut", sagte Geithner.


"Denken Sie? Werden Sie das vorschlagen?" fragte Hunt.


"Nun, das ist etwas, was nur der Kongress lösen kann", sagte Geithner. "Der Kongress hat das Thema selber auf die Tagesordnung gebracht. Wir hatten 100 Jahre Erfahrung damit, und ich denke, nur einmal - letzten Sommer - entschieden sich die Leute dazu, die Drohung mit einer möglichen Zahlungsunfähigkeit Amerikas das erste Mal in der Geschichte als Werkzeug für politische Vorteile einzusetzen. Und das ist keine haltbare Strategie."

Hunt fragte dann: "Es ist jetzt Zeit, diese (Schuldenobergrenze) zu eliminieren?"

"Die wäre besser schon vor langer Zeit eliminiert worden", sagte Geithner. "Je früher, desto besser".

Die gute Nachricht dabei ist, dass Geithner sich wieder mit anderen Dingen beschäftigt, man könnte sagen "je früher desto besser". Aber gibt es denn keinen Kandidaten wie Mellon, der ausgeglichene Haushalte möchte, niedrigere Steuern und eine Reduzierung der Schuldenlast der US-Bundesregierung von aktuell rund 16 Billionen Dollar?

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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