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Philharmoniker Depot

19.12.13 US-Notenbank im Focus – Ab Januar leichte Drosselung der Anleihekäufe

von Mr N. N. ...Oh oh oh - am 23.12.2013, also einen Tag vor dem Heiligen Abend, feiert die US-Notenbank ja ihren 100. Geburtstag. Eine kleine Überraschung präsentierte der Chef der Fed, Ben S. Bernanke, bereits am gestrigen Mittwoch.

Leichte Drosselung der Anleihekäufe

Gestern teilte der Offenmarktausschuss mit, dass ab Januar 2014 nur noch Anleihen im Volumen von 75 Milliarden US-Dollar pro Monat von der US-Notebank gekauft werden sollen. Bis dato lag das Volumen ja bei 85 Milliarden US-Dollar im Monat. Die Ankäufe langfristiger Staatsanleihen gehen gemäß der Entscheidung von 45 Milliarden auf 40 Milliarden Dollar zurück, die Ankäufe von Hypothekenanleihen von 40 auf 35 Milliarden Dollar.

Letzte Pressekonferenz von Bernanke als Fed-Chef

Bei der anschließenden Pressekonferenz war es der Fed-Chef höchstpersönlich, der relativ rasch steigende Zinsen so gut wie aussschloss. Die Wirtschaftserholung sei noch lange nicht abgeschlossen; die Zinsen würden niedrig bleiben, selbst wenn die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent fallen würde. Interessant auch, dass Bernanke klar betonte, dass der Wechsel an der Fed-Spitze Ende Januar 2014 bei der gestrigen Entscheidung keine Rolle gespielt habe. Seine Nachfolgerin Janet Yellen stelle voll und ganz zur gestrigen Entscheidung, so Bernanke.

Weitere Drosselungen abhängig von der Konjunktur

Weiter erläuterte der noch amtierende Chef der Fed bei der Pressekonferenz, dass weitere Drosselungen in der Zukunft möglich seien. Das würde aber ganz klar von der weiteren Entwicklung der Konjunktur abhängen. Gennerell stellte er klar, dass dieser Prozess sehr bedachtsam sein werde. Wortwörtliche sagte der scheidende Fed-Chef:

"Nicht bei jeder Sitzung wird es Reduzierungen geben."


Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es im Offenmarktausschuss eine Gegenstimme gegen die Drosselung gab. Es war der Präsidnet der Reserve Bank of Boston, Eric Rosengreen, der gegen die Straffung votierte. Rosengreen sei darüber besorgt, dass die Straffung evtl. schon zu früh kommen würde.

Bessere Wirtschaftslage als Begründung

Die US-Notenbank begründete ihre geldpolitische Entscheidung mit der besseren Wirtschaftslage. Diese deute auf eine etwas robustere Erholung hin. Die Die Verbesserung der wirtschaftlichen Aktivität und der Konditionen am Arbeitsmarkt seien konsistent mit einer wachsenden Kraft der weiteren Wirtschaft, so heißt es in der am Mittwoch verbreiteten offiziellen Erklärung des Offenmarktausschusses.

Naja, als Fazit bleibt festzuhalten, dass Bernanke mit der der Kosmetik dienenden Aktion zum Abschied einen Hauch von geldpolitischer Normalität in schweren Zeiten darstellen will. Wehe, die wirtschaftliche Lage ist doch nicht so rosig und stabil. Dann wird Frau Yellen sicher im Lauf des ersten Quartals 2014 die Geldspritze wieder auf 85 Milliarden US-Dollar im Monat erhöhen...

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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