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Philharmoniker Depot

30.12.13 Fed an Amerika: QE Täuschung wird weitergehen

von Bill Bonner ...Die Investoren freuen sich darüber, dass die Fed ihre Anleihenkäufe nicht substanziell zurückfahren möchte. Nicht so schnell. Ben Bernanke sagte, dass die aktuelle Geldpolitik angemessen sei. Mein Freund David McWilliams - einer der wenigen irischen Ökonomen, welcher das Platzen der Spekulationsblase in seinem Land voraussah - erklärte, was für ein Schwindel das QE-Programm der Fed ist. Er vergleicht die Fed mit terroristischen Kidnappern.

Das ist wie Obamacare und der Krieg gegen den Terror - erschaffen, um Reichtum von der Öffentlichkeit hin zu Insidern (welche von der Fed bevorzugt werden) zu transferieren.

Und dieser Schwindel soll laut Fed weitergehen. Die monatlichen Anleihenkäufe sollen sich zwar von 85 Mrd. Dollar auf 75 Mrd. Dollar verringern - aber gleichzeitig wurde uns gesagt, dass die Nullzinspolitik noch länger als erwartet weitergehen soll. Und zwar deutlich über die Zeit hinaus, in welcher die Arbeitslosenquote unter die 6,5% Marke sinken mag, was auch immer das bedeutet.

Als Mitglied der oberen 1% des Landes bin ich erfreut zu wissen, dass dreckige Raubgüter weiterhin zu mir kommen werden. Aber als Finanzphilosoph finde ich diese ganze Show ziemlich schäbig und geschmacklos.

Nicht nur, dass dieses Programm Einkommen von der Öffentlichkeit hin zu den Insidern schafft - es maskiert auch die wirklichen Probleme in der Wirtschaft und es verhindert reale Korrekturen.

Wie niedrig ist die Inflation?

Das Wall Street Journal macht sich Sorgen: Niedrige Inflation testet die Zentralbanken der Welt.

Die meisten Leute mögen fallende Preise. Sie sind glücklich, dass sie mehr von dem, was sie wollen, kaufen können mit dem, was sie haben. Aber Zentralbanken und Volkswirte bezeichnen fallende Preise als Problem, für das es eine Lösung geben muss. Ohne steigende Preise...wie kann da der Schwindel weitergehen?

Zentralbanken setzen auf Inflation, um den Topf der Wirtschaft kochen zu lassen...und um die Öffentlichkeit zu kochen. Höhere Preise veranlassen Konsumenten eher zum Geld ausgeben als zum Sparen. Steigende Preise reduzieren den Wert von Löhnen und Einkommen. Niedrigere reale Arbeitskosten veranlassen Unternehmen, mehr Leute einzustellen...was die Lage am Arbeitsmarkt und die Konsumausgaben verbessert.

Fallende Preise hingegen sind eine Drohung. Sie erhöhen die Reallöhne - und veranlassen die privaten Haushalte dazu, eher zu sparen als Geld auszugeben. Deshalb wollen die Zentralbanken die Inflation wieder steigen lassen. Disinflation passt da nicht zu den "Schulden, Schulden, Schulden...Konsum, Konsum, Konsum"-Phantasien.

Die Konsumentenpreis-Inflation in den USA ist nun seit 33 Jahren im Abwärtstrend. Jetzt steigen die Preise so langsam wie seit 2008 nicht mehr - was schon das niedrigste Niveau seit mehr als einem halben Jahrhundert war.

Im November waren die Konsumentenpreise in den USA im Jahresvergleich um nur 1,2% gestiegen. In Europa liegt diese Zahl noch niedriger, unter 1%. Und Japan hat es seit Jahren mit einer Deflation zu tun. Die japanische Zentralbank hat es als Ziel, die Inflation über die Marke von 2% zu hieven. Bis jetzt sind sie "auf halbem Weg", laut Haruhiko Kuroda, der die Bank of Japan führt.

Warum ist die Inflation so niedrig?

Niemand weiß das genau. Aber wahrscheinlich ist eine Kombination mehrerer Dinge; alternde Bevölkerung in der entwickelten Welt und die Niedrigpreis-Produktion in China werden oft erwähnt.

Weniger oft erwähnt wird das Einmischen von Zentralbanken und Politik an den Märkten und Volkswirtschaften.


Indem die Öffentlichkeit beschwindelt wird und mehr Reichtum zu den Reichen transferiert wird, nimmt die Fed das Geld aus den Händen der durstigen Trinker und gibt es zu den Abstinenzlern.


Reiche Leute geben nicht mehr Geld aus, wenn sie mehr Geld erhalten. Sie haben bereits die Häuser, die Fernseher und die Autos, die sie wollen. Wenn man Geld von den unteren 90% der Gesellschaft nimmt, um es den oberen 10% zu geben, dann reduziert das die Nachfrage - und hält die Preise unten.

Auch wenig erwähnt werden die Auswirkungen der niedrigen Zinsen auf das Sparen. Sparer - besonders Rentner - geben einen Großteil ihrer Zinserträge aus. Wenn die Zinserträge sinken, dann können diese weniger ausgeben.


Und die Entwicklung ist auch ein Ergebnis der Weigerung der Fed, eine wirkliche Korrektur zu erlauben.


Wichtiger noch: Das lässt den Amerikanern weniger gute Jobs und niedrigere Löhne.

Und da tut der Schwindel wirklich weh. Wählen Sie zufällig zehn amerikanische Haushalte aus. Neun von denen haben weniger Geld zum Ausgeben als noch vor 10 Jahren. Und der durchschnittliche Arbeiter hat noch mehr erleiden müssen.

Laut einer Studie der Brookings Institution, welche ich bereits erwähnt hatte, liegen die Reallöhne unter dem Niveau von 1964. 1974 verdiente ein durchschnittlicher Arbeiter pro Woche 350 Dollar, gemessen in Dollar des Jahres 1982. Heute liegt dieser Wert nah bei 290 Dollar. Autsch!

Wollen Sie wissen, warum die Preise nicht so stark steigen, wie die Fed es möchte? Die Antwort ist einfach: Die meisten Leute haben kein Geld, um es auszugeben.

Wer ist Schuld? Mehr als jeder andere die Fed selbst.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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