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10.12.12 Weiter miese Lage am US-Arbeitsmarkt

von Martin Weiss ...In der vergangenen Handelswoche ging es an den Aktienmärkten weltweit weiter bergauf. In Deutschland kletterte der Leitindex auf ein neues Jahreshoch. Am Ende der Handelswoche standen 7517 Zähler auf der Tafel.

Unter dem Strich sprang also ein Plus in Höhe von gut 1,5 Prozent im Vergleich zur Vorwoche heraus. Kurzfristig besteht noch ein wenig Luft nach oben. Und zwar bis in den Bereich um 7609. Langsam aber sicher dürfte dann auch diese Bärenmarkt-Rallye zu Ende gehen.

Schlechte Wirtschaftslage in Europa

Fakt ist jedenfalls, dass sich die realwirtschaftliche Lage dies- wie jenseits des Atlantiks als weiter äußerst schwierig erweist. Und auch äußerst fragil bleiben wird. Selbst der Chef der EZB, Mario Draghi, räumte am Donnerstag die realwirtschaftlichen Probleme in der Euro-Zone ein. Die Wachstumsprognose für 2013 wurde stärker als vom Konsens erwartet nach unten korrigiert. 2013 wird die Euro-Zone wohl weiter in der Rezession verharren. Der Einzelhandel im gemeinsamen Währungsraum steckt schon länger in einer sehr, sehr tiefen Krise. Die jüngsten Daten machten dies einmal mehr sehr deutlich.

Einzelhandel leidet

Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt, dass in der Euro-Zone der Umsatz des Einzelhandels abermals zurückgegangen ist. Und zwar um den beachtlichen Wert von sage und schreibe 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2011. Dabei handelt es sich um den stärksten Rückgang seit dem Mai des Rezessionsjahres 2009. Hier fällt auch auf, dass selbst im Herz der Euro-Zone, in Deutschland, die Einzelhändler über schlechte Geschäfte klagen. Im Oktober gingen die Umsätze im Vergleich zum September 2012 um 2,8 Prozent zurück. Wahrlich ein Alarmsignal!

US-Börsen relativ stabil

Derweil ignorieren die US-Aktienmärkte noch jegliche Warnsignale. Die US-Indizes konnten auch in der abgelaufenen Woche trotz der Spannungen um die US-Fiskalklippe sich relativ gut halten. Am Freitag ging der Dow Jones bei 13155 bzw. einem Plus von einem Prozent im Wochenvergleich ins Wochenende. Beim marktbreiten S&P 500 ging es bis auf 1418 nach oben. Fraglich bleibt, wie lang die Investoren die massiven Schwierigkeiten um die Fiskalklippe und die realwirtschaftliche Lage ignorieren.

Blick auf den US-Arbeitsmarkt

In den USA wurden ja am Freitag die jüngsten regierungsoffiziellen Daten zur Entwicklung des Arbeitsmarkts im Wahlmonat November veröffentlicht. Auf den ersten Blick sahen die Zahlen - für den mainstream jedenfalls - relativ passabel aus. Es gab 146000 neue Stellen; im Konsens lag die Erwartung bei nur 80000. Gleichzeitig ging die Arbeitslosenquote nach Lesart U-3 auf 7,7 Prozent zurück. Weitgehend unerwähnt blieben aber gewaltige Abwärtsrevisionen beim Stellenzuwachs für die beiden Vormonate. Und wenig Erwähnung fand auch, dass die so wichtige Erwerbsquote auf erbärmlich tiefe 63,6 Prozent sank. Wahrlich historisch tief.

Und last but not least hat John Willams von shadowstats.com auch für den Monat November die wahre Arbeitslosenquote in den USA realistischer auf knapp 23 Prozent taxiert...

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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