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24.12.12 US-Daten - viel Positives und nur ein Wermutstropfen

von Sven Weisenhaus ...da heute Heiligabend ist, nur ganz kurz zu den US-Konjunkturdaten, die am Freitag noch reingekommen sind (siehe Liste der US-Konjunkturdaten in der Vorweihnachtswoche).

Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index notiert für November bei 0,10. Im Monat zuvor hatte er noch bei -0,64 gestanden, womit der Vormonatswert von -0,56 (wie sollte es anders sein?!) nach unten revidiert wurde.


(Quelle: Markt-Daten.de) Chicago Fed National Activity Index, 1 Jahr

US-Auftragseingänge stabilisieren sich

Positive Nachrichten kamen auch aus der Industrie: Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter legten im November um 0,7% zu - und damit gut dreimal so stark wie erwartet. Bereits im Vormonat waren die Auftragseingänge um sehr ordentliche 1,1% geklettert. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten 0,5% nach oben (ja, richtig gelesen: nach oben) revidiert.


(Quelle: Markt-Daten.de) Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, 1 Jahr

Nach den starken Ausschlägen im August und September kehrt hier wieder ein wenig Ruhe ein - und das auch noch im positiven Bereich/Sinne.

Höheres Einkommen führt zu mehr Konsum

Hinzu kam, dass die persönlichen Einkommen in den Vereinigten Staaten im November um 0,6% gestiegen sind, was natürlich gut ist für die zu 70% vom Konsum abhängige US-Wirtschaft. Und tatsächlich stieg auch der Verbrauch um 0,4%.


(Quelle: Markt-Daten.de) private Einkommen und Ausgaben in den USA, 1 Jahr

Verbraucherstimmung trübt sich überraschend stark ein

Da verwundert es schon ein wenig, dass die Verbraucherstimmung, gemessen am endgültigen Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan, recht deutlich gefallen ist. Der Index notiert im Dezember bei nur noch 72,9, nach 74,5 in der vorläufigen Fassung und 82,7 im Vormonat.


(Quelle: Markt-Daten.de) Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan, 1 Jahr

Zumal auch die Erwartungskomponente stark gesunken ist. Sehen hier etwa auch die Verbraucher inzwischen dunkle Wolken aufziehen, wenn sich im US-Haushaltsstreit keine Einigung abzeichnet?!

Einziger Wermutstropfen

Nun gut, einziger Wermutstropfen in den heutigen Daten, den man zunächst einmal abwarten muss. Denn die Verbraucherstimmung hatte zuletzt schon wieder ein recht ordentlichen Anstieg hinter sich. Da macht eine Schwalbe noch keinen Sommer (im negativen Sinne).

Und ich hatte ja auch am Freitag erst geschrieben: "... das Fazit für die US-Wirtschaft lautet derzeit, dass es durchaus ein positives Gesamtbild gibt. ... Das alles nützt uns aber nichts, solange nicht bekannt ist, in welcher Höhe die nötigen Einsparungen die US-Wirtschaft im kommenden Jahr belasten werden. Und so muss man nicht nur die kontinuierliche Tendenz der Daten der Vergangenheit sondern auch die zukünftige Entwicklung genau im Auge behalten." Dabei bleibt es leider noch einige Wochen.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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