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Philharmoniker Depot

08.02.21 Silber ausgebremst – Rücksetzer für Käufe nutzen

Wie im Marktkommentar der Vorwoche bereits vermutet, währte die Silberrallye nicht lange und der Preis wurde bereits am Dienstag wieder nach unten gehämmert. Vom Montagshoch bei über 30 US-Dollar fiel der Silberpreis am nächsten Handelstag wieder um 13 % und testete die Unterstützung bei 26 US-Dollar. Auch die Silberminen, die stark im Preis gepusht wurden, brachen wieder ein, wobei sie bis dato nicht zurück auf Los gingen und immer noch ein kleines Plus vorweisen können. Wie im Kommentar der Vorwoche erklärt, ist der Markt für Silber völlig anders geartet als der für ein Unternehmen wie GameStop (GME), weshalb es hier weitaus größerer Anstrengungen bedarf, um einen Short-Squeeze am Silbermarkt herbeizuführen. Immerhin ist Silber entgegen GME extrem günstig und hat eine glänzende Zukunft, was es zu einem idealen langfristigen Investment macht.

Dennoch muss man konstatieren, dass der koordinierte Angriff auf den physisch gedeckten Silber-ETF (SLV) historisch einmalig hohe Mittelzuflüsse mit sich brachte und Spuren hinterließ. Insbesondere bei den amerikanischen Edelmetallhändlern war die Nachfrage nach Silbermünzen und -barren so stark, dass diese auf mehrere Wochen hinaus nicht mehr lieferfähig sind. Das Aufgeld für die gängigsten Silber-Anlagemünzen explodierte aufgrund der kurzzeitig hohen Nachfrage bei dem kurzzeitig begrenzten Angebot selbst in Deutschland förmlich auf 27 % zum Spotpreis. Interessant ist auch, dass die Käufe bei den Edelmetallhändlern diesmal zu einem großen Teil von Neukunden kamen, die erstmals Silber als Investment erwarben, was auf den medialen Hype in den sozialen Netzwerken zurückzuführen ist.

Wie Sie später in der Technischen Analyse zu Silber sehen werden, musste mutmaßlich die US-Regierung mit 27 Tagen der Weltproduktion über den Terminmarkt diesem Ansturm entgegentreten, um einen noch stärkeren Anstieg des Silberpreises zu verhindern. Das war der größte Aufbau einer Netto-Shortposition am Terminmarkt für Silber seitens der großen vier Händler binnen einer Woche, den wir jemals beobachtet haben. Noch sind die Lagerhäuser an der COMEX (397 Mio. Unzen), insbesondere das von JP Morgan (194 Mio. Unzen), randvoll mit physischem Silber, sodass die Shortseller noch lange nicht dazu gezwungen werden, aufgrund eines Preisanstiegs ihre Shortpositionen einzudecken.

Silber ist wie Gold ein monetäres Edelmetall und eng mit dem Goldpreis verflochten. Eine Explosion des Silberpreises hätte eine direkte Auswirkung auf den Goldpreis und somit auf die Kaufkraft der staatlichen Fiat-Währungen. Daher gilt es für Regierungen und Notenbanken jegliches spekulatives Momentum am Silbermarkt bereits im Keim zu ersticken. Wir beobachten diese Eingriffe seit einem Jahrzehnt in den Terminmarktdaten der US-Terminmarktaufsicht und werten diese für unsere Kunden wöchentlich aus. Dies gab uns und unseren Abonnenten in der Vergangenheit einen Vorteil im Trading, da wir mit dieser Information besser abschätzen konnten, wann sich eine Aufwärtsbewegung ihrem Ende zuneigen und letztlich in einen Abwärtstrend verkehren würde. In diesem Punkt war auf die US-Regierung und die Notenbanken immer Verlass.

Kurzfristige Gefahr für Gold und Silber durch eine Dollarstärke

Der US-Dollar hatte in der vergangenen Handelswoche seinen Abwärtstrend im USD-Index (USDX) gebrochen und eine Trendwende eingeleitet. Angesichts der historisch einmaligen Netto-Shortposition der Spekulanten am Terminmarkt, wäre in diesem Markt tatsächlich ein Short-Squeeze möglich, sofern der USDX noch etwas weiter ansteigen und somit die Shortseller unter Druck bringen kann. Diese Dollarstärke könnte zumindest kurzfristigen Abgabedruck auf den Goldpreis ausüben. Beachtlich ist, dass der US-Dollar auch zum japanischen Yen ausgebrochen ist. Der Wechselkurs JPY/ USD hat eine kurzfristig sehr hohe positive Korrelation mit dem Goldpreis in US-Dollar, was ebenso für eine weitere kurzfristige Korrektur des Goldpreises und folglich auch des Silberpreises spricht.

Diametral gegensätzlich zum Dollar gibt es am Gold- und Silbermarkt eine historisch hohe Netto-Longposition der Spekulanten. Diese Blase könnte platzen, sollte der Goldpreis die wichtige Unterstützung bei 1.800 US-Dollar (1.500 Euro) durchbrechen und somit für eine teilweise Bereinigung der Spekulation sorgen.

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Eine kurzfristige Dollarstärke könnte die Edelmetallpreise kurzfristig noch einmal belasten

Silber ist ein langfristig sehr gutes Investment

Die Fundamentaldaten sind für Silber auf lange Sicht extrem bullisch. Es ist nicht nur ein Industriemetall, sondern auch ein monetäres Edelmetall, das seit Jahrtausenden als Geld genutzt wurde. Da man Gold und Silber nicht drucken kann, erhalten sie ihren Wert und steigen im Preis, insbesondere während Krisen, wogegen ungedeckte Fiat-Währungen ständig und sukzessive abwerten und ihre Kaufkraft verlieren.

Die Geldmenge explodierte im letzten Jahr, als die Notenbanken auf die Folgen der Lockdowns mit dem Drucken von Geld reagierten. Das Kreditgeldsystem ist zu stark gehebelt, sodass die Zinsen ohne den Eingriff der Notenbanken explodieren würden, weshalb die Zentralbanken nicht aus ihrer ultralockeren Geldpolitik aussteigen können. Dies muss und wird zu einer massiven Entwertung der Kaufkraft staatlicher Papierwährungen führen und diese womöglich völlig kollabieren, wogegen der nominale sowie der reale Wert von Gold und Silber aufgrund erhöhter Nachfrage ansteigen werden. Es verwundert daher nicht, dass die Investitionsnachfrage nach Silber auf ein Fünfjahreshoch anstieg, angesichts der expansiven Geldpolitik.

Silber ist aktuell immer noch historisch unterbewertet im Vergleich zu Gold. Selbst nach dem jüngsten Anstieg des Silberpreises liegt das Verhältnis von Silber zu Gold immer noch bei über 67:1. Der Durchschnitt des Gold-Silber-Ratio, das zeigt wie viele Unzen Silber benötigt werden um 1 Unze Gold zu kaufen, lag zumeist bei etwa 30:40. Dies bedeutet, dass der Silberpreis etwa doppelt so stark wie der Goldpreis ansteigen könnte in den kommenden Jahren. Dies gilt besonders dann, wenn der Preis aufgrund einer Kaufpanik im engen Silbermarkt kurzzeitig explodiert, wobei dann auch ein Ratio von 15:1 oder gar 10:1 in der Spitze denkbar wäre.

Seitdem die Welt zu einem totalen Fiat-Geldsystem übergegangen ist, gibt es eine gewisse Korrelation zwischen dem Gold-Silber-Ratio und der Geldschöpfung der Zentralbanken. In Zeiten, in denen die Zentralbank Geld druckt, tendiert die Lücke zu schrumpfen, wie nach der Finanzkrise von 2008, als die US-Notenbank eine extrem lockere Geldpolitik betrieb. In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Stabilität weitet sich das Ratio hingegen aus.

Silber – auch ein Industriemetall

Obwohl Silber grundsätzlich ein monetäres Metall ist, stammt mehr als die Hälfte der weltweiten Nachfrage aus industriellen und technologischen Anwendungen. Seine einzigartigen chemischen Eigenschaften machen es in allen möglichen modernen Anwendungen unverzichtbar, und die Nachfrage wird nicht mehr nur von einer oder zwei Branchen getragen. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Silber in der Elektronik-, Computer-, Gesundheits- und anderen Hightech-Industrien dramatisch an. Dies spiegelt zwei der Schlüsseleigenschaften des Metalls wider – es hat die höchste thermische und elektrische Leitfähigkeit aller Metalle und es ist weithin verfügbar. Außerdem hat es antibakterielle Eigenschaften.

Die industrielle Nachfrage brach mit der Rezession, ausgelöst durch die Lockdowns ganzer Volkswirtschaften, zuletzt ein. Die industrielle Nachfrage erholt sich jedoch längst mit der Wirtschaft wieder und mit dem Green New Deal der Biden-Regierung wird die Nachfrage nach Silber zur Verwendung in Solaranlagen weiter deutlich ansteigen.

Auf der Angebotsseite sank die Minenproduktion im Jahr 2020 stark und die Produktion wird voraussichtlich um 6,3 % auf etwa 780,1 Mio. Unzen weiter sinken. Der starke Rückgang der Silberproduktion ist größtenteils auf die Schließung von Minen aufgrund der Lockdowns zurückzuführen, doch war die Minenproduktion auch vor der Krise bereits rückläufig. Die globale Minenproduktion fiel 2019 um 1,3 %. Die Gesamtgemengelage für Silber zeichnet eine Zukunft, in der der Preis stark ansteigen wird. Wer auf Papierwährungen setzt, wird sehr wahrscheinlich alles verlieren in der kommenden Dekade, insbesondere da Pensionen und Renten nicht an die reale Inflationsrate angepasst werden. Wer hingegen auf Gold und Silber setzt, wird seine Ersparnisse und sein Vermögen nicht nur erhalten, sondern aufgrund des realen Kaufkraftgewinns auch mehren können. Sollte es noch einmal einen kurzzeitigen Rücksetzer beim Gold- und Silberpreis geben, der politisch motiviert wurde, dann nutzen Sie diese letzte Chance, um noch einmal günstig Silber kaufen zu können, denn wir erwarten bis Jahresende bereits neue Mehrjahreshochs bei Gold und Silber.

© Blaschzok Financial Research

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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