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Edelmetallreinigung

Umlaufmünzen wie ältere Gold- und Silbermünzen weisen Gebrauchsspuren in Form von Verschmutzungen und Abnutzungserscheinungen auf. Nichts liegt da näher, als der Versuch der Reinigung. Doch Vorsicht: Eine verschmutzte, nicht gereinigte Münze ist immer noch besser, als eine falsch behandeltes Exemplar. Es ist übrigens ein immer wieder anzutreffender Irrglaube, man könne den Erhaltungsgrad einer Münze irgendwie verbessern. Dies ist leider ausgeschlossen! Der Grad der Beschädigung oder die Abnutzung ist irreversibel. Ein Universalmittel zur Münzreinigung gibt es nicht. Jeder Münzzustand und jeder Metallart erfordert eine eigenständige Vorgehensweise. Der wichtigste Grundsatz lautet: Münzen darf man reinigen ­ aber niemals putzen! Unter Putzen versteht man das mechanische Abreiben mittels Lappen und Putzkörpern in flüssiger oder Pastenform. Ganz zu schweigen von scharfen Chemikalien, Sandpapier, Drahtbürsten und ähnlichen Hilfsmitteln.


Die in Drogerien und Supermärkten angebotene Metall-Polituren und Silberputztücher eignen sich nicht für die Münzpflege. Die Inhaltsstoffe sind meist sehr aggressiv und können zudem Schleifmittel aufweisen. Die Anwendung ist auf Haushaltsgegenstände aus Silber, Chrom, Messing und Bronze abgestimmt, nicht aber auf Münzen. Das Thema wäre zu komplex, um es an dieser Stelle weiter auszuführen. Im Fachbuch "Münzen pflegen" von Horst Winskowsky können viele nützliche Tipps nachgeschlagen werden. In Zeitschriften, im Gespräch mit Münzhändlern und Sammlern können weitere nützliche Dinge zur Münzpflege in Erfahrung gebracht werden. Die nachfolgenden Ausführung konzentrieren sich auf die Reinigung von Edelmetallmünzen und -barren, die der Laie selbst durchführen kann. Professionelle Reinigungsarbeiten, beispielsweise per Ultraschallgerät etc. werden hier nicht beschrieben und werden dem Fachmann überlassen. Je nach Herstellung, ob gestanzt, geprägt oder gegossen, weisen diese unterschiedlich glänzende Oberflächen auf. Für die Reinigung der Münzen reicht eine warme Seifenlösung völlig aus. Nach dem Waschvorgang sollten die Stücke ausgiebig unter Wasser abgespült und mit einem saugfähigen Baumwolltuch trocken getupft (nicht gerieben) werden. Die anschließende Trocknung an einem warmen Ort entzieht die allerletzte Feuchtigkeit.

Gleiches gilt für den Einsatz von geeigneten Tauchbädern. Grundsätzlich sollte beachtet werden, daß nur gleiche Metalle in ein und dem selben Bad behandelt werden. (Ein kupferner Pfennig kann in einem alten Silberbad sofort "versilbert" werden, womit er praktisch wertlos ist.) Viele Münzen, aber auch manche Barren, besitzen scharfkantige Kanten. Diese und die teilweise geriffelten Münzränder stellen einen Ort der Selbstzerstörung dar, sofern sie nicht einzeln behandelt werden. Ob in Münz- oder Barrenform, Silber hat eine unschöne Eigenschaft: Im Laufe der Zeit verliert es seinen Glanz und verfärbt sich, wobei die Palette von tiefschwarz bis bräunlich reicht.

Manche Stücke sind einheitlich dunkel eingefärbt, andere hingegen fleckig. Im Sprachgebrauch spricht man von dem so genannten "Anlaufen" des Silbers. Bei dieser chemischen Reaktion greift der in der Luft befindliche Schwefelwasserstoff und andere Schwefelverbindungen das Silber an. (Formel: 2 Ag + H2S => Ag2S + H2) Eine über lange Zeit entstandene Oxidationsschicht nennt man auch Patina. Verhindert werden kann dieser Vorgang nur durch luftdichtes lagern, mit dem Überziehen einer Schutzschicht (z.B. Rhodinieren) oder durch eine Änderung des Herstellungsprozesses. Speziell bei Anlagemünzen (z.B. Maple Leaf) wird seit kurzem der Pressdruck beim Prägevorgang um mehr als das doppelte erhöht. Dadurch schließen sich die mikrofeinen Poren in der Metalloberfläche und verhindern bzw. dämen das Anlaufen des Silbers stark ein.


Völlig konträr verhält sich die Platina bei historischen Münzen. Hier kann sie als Echtheitsbeweis gelten und erzielt unter Umständen wesentlich höhere Preise beim Verkauf. Zum Säubern von Silbermünzen empfiehlt sich neben der bereits erwähnten Seifenlösung und diversen Tauchbäder, das seit dem frühen Altertum bekannte Natron. Weitere Bezeichnungen wären Natriumbicarbonat, Natriumhydrogenkarbonat, Soda, Back-Soda, Baking Soda und chemisch NaHCO3. Das feine weiße Pulver ist in Apotheken, Drogerien oder im Lebensmittelhandel auch unter der Handelsbezeichnung "Kaiser-Natron", "Speisesoda" oder "Bullrichsalz" erhältlich. Keinesfalls darf es mit Natriumkarbonat, Natronlauge oder Ätznatron (Natriumhydroxid) verwechselt werden. Zum Einsatz kommt das Universalmittel in Pulverform oder in aufgelöster Form. Bei erster Variante werden Münzen direkt mit dem Natronpulver abgerieben, anschließend unter fließendem Wasser ausgiebig abgespült und zum Trocknen ausgelegt. Auch die Kombination mit handelsüblichen Tauchbädern (eintauchen, mit Natron abreiben; mehrmals wiederholen) erzielt beachtliche Resultate. Bei der zweiten Version wird ein Teelöffel Natron in warmen Wasser aufgelöst. Die angelaufene Silbermünze bzw. Barren wird so in das Wasser gelegt, daß die darin befindliche Aluminiumfolie den Silbergegenstand berührt. Innerhalb weniger Sekunden glänzt das Silber ohne Materialverlusst wie neu! (Silbersulfid wird zum elementaren Silber reduziert.) Bei größeren Mengen an Silbermünzen kann man auch Ammoniaklösung (Salmiakgeist) einsetzen, das ca. 10%ig konzentriert sein soll. Doch diese Chemikalie ist nicht ungefährlich und es empfiehlt sich, über den Umgang mit diesen und anderen "härteren“ Chemikalien in einem der empfohlenen Bücher für Münzreinigung nachzulesen. Quelle: Goldseiten.de

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