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Philharmoniker Depot

17.06.16 US-Notenbank verschiebt Zinsanhebung – Gold steigt

In dieser Woche gab es wieder eine Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, welche die Märkte beeinflusste und den Goldpreis auf über 1.300$ bzw. 1.182€ je Feinunze anstiegen ließ. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktdaten hatte der Markt bereits damit gerechnet, dass das FED-System die ursprünglich für Juni erwartete Zinsanhebung der US-Notenbank auf unbestimmte Zeit verschieben würde. Dennoch reagierten die Märkte auf die Bestätigung mit Käufen und die Bullen trieben den Goldpreis in diesem Jahr auf neue Höhen.

Gold in US-Dollar stieg zeitweise auf 1.316$ je Feinunze an.

Gold in Euro stieg zeitweise auf 1.182€ je Feinunze an.

Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank, begründete ihre Untätigkeit mit dem Gegenwind für die US-Wirtschaft sowie mit den zuletzt schlechten Arbeitsmarktzahlen, wobei dieses schlechte Umfeld für „einige Zeit“ anhalten dürfte. Auch der mögliche Ausstieg Englands aus der Europäischen Union soll ein Grund gewesen sein, der diskutiert wurde und zu der Entscheidung beitrug.

Da auch für Juli und September mit keiner Zinsanhebung mehr gerechnet wird, verlor der Dollar zeitweilig bis auf 1,13$ zum Euro. Viele Markteilnehmer sehen die US-Notenbank in einer Falle, da eine einbrechende Konjunktur die Notenbank zu weiteren QE-Maßnahmen zwingen könnte, anstatt die Zinsen weiter anzuheben. Dies wäre natürlich extrem bullisch für den Goldpreis. Das wiederum erklärt warum viele Investoren Gold mit der Weitsicht kaufen, dass dies der sichere und unterbewertete Hafen ist, in den man jetzt investieren muss.

Diese Erwartung zeigt sich nicht nur in den gestiegenen Preisen, sondern auch in den ETF-Beständen für Gold und Silber, die immer weiter ansteigen. Während die Bestände für Gold seit Jahresbeginn bereits drastisch zulegten, zogen jene für Silber erst Anfang März an, was auch den verspäteten Ausbruch des Silberpreises erklärt. Nachdem mögliche Zinsanhebungen passé sind, sieht es mittel- und langfristig wieder gut für den Goldpreis aus, da eine Konsolidierung auf hohem Niveau von einem erneuten Anstieg abgelöst werden könnte. Die Tiefs des Jahresanfangs wird Gold womöglich nie wieder erreichen.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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