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Philharmoniker Depot

11.10.13 Neustart des Finanzsystems: Warum wir Gold halten

Trotz der fast 17 Billionen Gründe gibt es immer noch Anleger, die dumm genug sind, zu glauben, dass es sich bei den Schulden, die vom weltgrößten Schuldnerland ausgegeben werden, um risikofreie Vermögenswerte handelt.

Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass ein möglicher formeller Zahlungsausfall nur noch wenige Tage weg ist.

Die Verteidiger von US-Staatsanleihen werden jetzt zweifelsohne darauf verweisen, dass es völlig absurd ist, zu glauben, es könnte in einer Fiatgeld-Welt – in der die Zentralbanker über die Freiheit verfügen, ohne Beschränkungen so viel Geld zu drucken, wie ihnen lieb ist – zu einem Zahlungsausfall kommen.

Ja richtig, aber hier werden die nominellen Zinsen mit den Realzinsen durcheinandergebracht.

Ja, die Fed kann ihre Bilanz über die USD 3 Billionen hinaus, die sie bisher bereits aus dem Hut gezaubert hat, unendlich weiter ausdehnen. Vor einer Dollarverknappung braucht die Welt daher keine Angst zu haben.

Aber genau das ist der Punkt. Die Fed kann die Dollarversorgung kontrollieren, aber sie ist nicht in der Lage, den Wert des Dollars an den Devisenbörsen zu kontrollieren.

Der einzige Grund, warum die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der USA bisher noch nicht zu einem dramatischen Dollarverfall geführt haben, ist, weil die anderen großen Wirtschaftsblöcke mit genau denselben Tricks arbeiten. Dadurch ist es praktisch unmöglich, eine rationale internationale Investmentanalyse durchzuführen.

Und das ist auch der Grund, warum wir Gold besitzen – weil es eine Währung ist, die weder von der Fed noch von irgendjemand anders gedruckt werden kann.

Der unermüdliche Ronald Stöferle von Incrementum in Lichtenstein hat sein jüngstes umfang- und aufschlussreiches Gold-Chartbuch veröffentlicht.

Vergleicht man die aktuelle Goldpreisentwicklung mit der Korrektur der Jahre 1974 bis 1976, stellt man fest, dass die jetzigen Abverkäufe (also von September 2011 bis heute) nichts Neues sind. Die entscheidende Frage ist vielmehr, ob die finanzielle Lage und die Schuldensituation heute besser sind als in 70er Jahren.

Wir würden eher sagen, dass die Schulden-Fundamentaldaten heute objektiv betrachtet schlimmer sind.

Chart1

Den tatsächlichen Wert von Gold zu ermitteln, ist offensichtlich ein schwieriges Unterfangen, aber wenn wir Gold einfach wie irgendeinen anderen Rohstoff behandeln, dann unterscheidet sich der jetzige Abverkauf kaum von irgendeinem der vorangegangenen Abverkäufe während des aktuellen Bullenmarkts: .........................

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Quelle: Propagandafront.de

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