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14.02.14 Eurokrise – Neues zur Enteignung und aus den Krisenstaaten im Süden

Am gestrigen Donnerstag überschlugen sich einmal mehr die Neuigkeiten in Sachen Eurokrise. Es gab erste Informationen zu angeblichen Geheimplänen der EU-Kommission, die die Enteignung der Sparer ins Kalkül ziehen. Darüber hinaus wurde ein neuer trauriger Negativrekord des griechischen Arbeitsmarkt vermeldet. Und last but not least will im großen Krisenland im Süden, in Italien, am heutigen Freitag der Regierungschef, Enrico Letta, zurücktreten.

Enteignung der Sparer

Aber der Reihe nach, zunächst geht es also einmal mehr um das große Thema der Zukunft, nämlich Enteignung. Also, angeblich plant die EU-Kommission, dass Sparguthaben in der Europäischen Union künftig für die Firmenfinanzierung genutzt werden sollen. Auf diese Weise könnte man langfristig mehr Geld investieren und der Wirtschaft helfen. Das geht aus einem Papier der Kommission hervor, welches die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Hintergrund sei, dass sich viele Banken seit der Finanzkrise bei der Vergabe von Firmenkrediten zurückhalten würden.

Altersvorsorge in Gefahr

Dem Dokument zufolge will die Kommission die europäische Versicherungsaufsicht in der zweiten Jahreshälfte um Rat bitten, wie persönliche Ersparnisse für die Rente angezapft werden könnten, um die langfristige Finanzierung anzukurbeln. Bis Ende des Jahres soll zudem geklärt werden, ob man ein europäisches Sparkonto einführen könnte. Dieses würde Sparern offenstehen, deren Geld in kleine Firmen investiert werden könnte.

Oh oh oh - anscheinend scheint den Eurokraten in Brüssel nun jedes Mittel recht zu sein, an die Sparguthaben der Bürger zu kommen. Das trojanische Pferd" der angeblichen Unternehmensfinanzierung wird also schon vor der Wahl zum Europa-Parlament in Stellung gebracht. Wahrlich beachtlich.

Arbeitslosenrekord in Griechenland

Derweil gab es gestern sehr schlechte Nachrichten aus Griechenland, das sich in einer historisch einmaligen Wirtschaftsdepression befindet. Die Zahl der Arbeitslosen in Griechenland ist im November 2013 auf einen neuen historisch einmaligen Negativrekord gestiegen. Die Arbeitslosenquote erreichte 28 Prozent nach 27,7 Prozent im Oktober, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Im November 2012 lag die Quote noch bei 26,3 Prozent. Für junge Menschen ist die Lage noch dramatischer. Die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe bis 24 Jahre beträgt 61,4 Prozent.

Wahnsinn, wenn man bedankt, dass die verantwortlichen Euro-Retter ja den Griechen attestieren, auf einem guten Weg zu sein!

Und last but not least gibt es in dem großen Krisenland Italien auch noch eine Regierungskrise. Der amtierende Regierungschef Enrico Letta wird wohl heute seinen Rücktritt verkünden. Offenbar hat sein partei-interner Rivale, ja sein sog. Parteifreund" Matteo Renzi den Machtkampf innerhalb der italienischen Sozialdemokraten gewonnen. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem warnte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass sich Italien keine politische Instabilität erlauben könne. Insbesondere inmitten einer Zeit, in der es seine Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen müsse.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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