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Philharmoniker Depot

28.11.14 Sondermitteilung – 27. November 2014

Heute gab ich dem Deutschen Anleger Fernsehen ein Interview, welches Sie kommenden Dienstag im Rahmen der Rohstoffwoche des DAF sehen können. Einen Link werden wir Ihnen kommende Woche zukommen lassen.

Zusätzlich möchte ich Ihnen hier die neuesten Daten des Ifo-Instituts über die Geschäftserwartungen der chemischen Industrie in Deutschland und den monatlichen Auftragseingang zeigen. Die Geschäftserwartungen liegen noch im Minus mit -2,7, wobei der monatliche Ordereingang mit +10,5 wieder eine Aufhellung zeigt. Damit deuten die Daten derzeit auf eine Stabilisierung hin.

Meine Abonnenten wissen, dass uns im Juli und August die erneute Schwäche der Chemie nicht gefiel. Neben der Tatsache, dass die Großbanken/Swapdealer damals im Silberfuture ihre Netto-Verkäufe um fast 36.000 Kontrakte ausweiteten - in einem bislang nie gesehenem Ausmaß und Tempo - war dies ein enormes Warnsignal.

Daher zeigten wir Mitte Juli auch bei 21,5 Dollar je Feinunze drei Verkaufsoptionen zur Absicherung.

Der folgende Chart zeigt, dass sich die Exporterwartungen laut Ifo in Rot (im oberen Teil des Charts) etwas vom Tief lösen, aber noch nicht deutlich positiv sind mit aktuell +6,3. Unten sehen Sie den Euro zum US-Dollar in Rot und den Außenwert des Euros gegenüber den 12 Währungen unserer Haupthandelspartner in Blau.

Heute wurden die Geldmengendaten der Europäischen Zentralbank für die Eurozone veröffentlicht:

Wir sehen, dass alle Geldmengenaggregate in den letzten Monaten wieder zulegen. Die breiteste Geldmenge M3 hatte zwischen August 2013 mit 9.873,3 Milliarden Euro und April 2014 mit 9.888,8 Milliarden Euro nahezu stagniert und legt seit Mai 2014 wieder deutlich zu. Auch der Anstieg der Geldmenge M1 beschleunigt sich. Der inflationsbereinigte Anstieg der Geldmenge M1 ist für uns bekanntlich ein guter Frühindikator für die Industrieproduktion.

Für uns ist klar, dass alles für eine Reflationierung in der Eurozone unternommen wird. Dies braucht allerdings Zeit. Die EZB hat viel zu spät damit begonnen und sich nur mit den "hehren Worten" Draghis vom Juli 2012 begnügt. Den Leitzins 2011 im April von einem auf 1,25 Prozent und dann im Juli 2011 auf 1,5 Prozent anzuheben, war ein Kardinalfehler.

Mehr zu der Lage in China und den dortigen geldpolitischen Lockerungen sowie zur Lage der Weltwirtschaft und zur Situation der Edelmetalle im Silberbulletin am 6. Dezember 2014. Nach dem Goldreferendum in der Schweiz werde ich eine Sondermitteilung versenden.

Ich werde am morgigen 28. November einen Vortrag im Modelhof in der Schweiz halten, dem auch der Hauptinitiator der Goldinitiative, Luzi Stamm, beiwohnen wird. Mit meiner Kolumne in Focus vom 19. November 2014 habe ich diese Initiative unterstützt und hoffe auf eine Annahme am 30. November durch die Eidgenossen.

Der Realist in mir befürchtet daher eine Niederlage, der Idealist in mir hofft auf einen Sieg. Es wäre nicht nur ein Sieg der Vernunft wie im Silberbulletin vom 15. November umfassend dargelegt!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Wochenausklang!

Herzliche Grüße



Ihr Thorsten Schulte alias Silberjunge
Chefredakteur

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Quelle: Silberjunge

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