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Dowjones Nasdaq CAC DAX

Philharmoniker Depot

25.03.13 Italien: Der nächste Nagel im Sarg. Konsequenzen für die Finanzmärkte

Die Aktienmärkte. Wegen der starken Liquiditätsausweitung in USA scheinen die meisten US Indizes (Ausnahme Nasdaque) im März 2009 die letzte Aufwärtsbewegung des Bullmarktes von August 1982 gestartet zu haben (Grafik 15). Auch wenn der S&P 500 das Hoch von Oktober 2007 nicht übertroffen, so haben es Dow Industrial und Transport. Sollte es der S&P 500 nicht zu neuen Hochs schaffen, so würde diese Divergenz nur bestätigen, dass ein Hoch erreicht ist. Andere Hinweise sind die Überlappungen und die Keilformation sowie dass die Zone von 1560 seit 2000 zum dritten mal erreicht wurde. Wenn Grafik 15 auch langfristig erscheint, so zeigt Grafik 16 den wahren Zustand der USA am Bild des Aktienmarktes. Von den drei grossen expansiven Phasen beruht die letzte stark auf Kreditexpansion, die nur stattfinden konnte, weil eine Notenbank ständig neues Geld druckte. Deshalb ist die Verschuldung gemessen am BSP auch am historisch am höchsten (Grafik 17). Entsprechend wird auch der Zerfall sein. Dass der Rest der Welt nicht besser aussieht und das inklusive China (Grafik 18), das sich ebenso im Kreditsuff befindet, macht die Sache nur noch schlimmer.
Der DAX (Grafik 19) ist keine Stichprobe für Europa, sondern eben nur für Deutschland. Der deutsche Export profitiert am meisten vom Euro, weil er seit fünf Jahren schwach ist zum Dollar und die andern europäischen Länder wegen dem Euro nur noch auf Kostenbasis konkurrenzieren können. In diesem Bereich waren sie immer schwächer als Deutschland. Deshalb hat sich auch der CAC 40 so viel schlechter erholt wie der DAX (Grafik 21).


Grafik 15: S&P 500

Grafik 16: Dow Jones Industrial seit 1789.

Grafik 17: US Verschuldung gemessen am BSP.

Grafik 18: Chinesische Bankkredite in % des BSP.

Grafik 19: DAX.

Grafik 20: DAX langfristig.

Grafik 21: CAC 40.

Der DAX sieht zwar ähnlich aus wie der S&P 500, aber die Erholung seit März 2009 scheint nur korrektiver Natur zu sein, zu deutlich ist die 3er Struktur. Der
nächste Absturz muss grösser werden wie der von 2008 und wird die langfristige Trendlinie von 1923 (Grafik 20) brechen. In dieser Grafik ist auch die Bildung der Spitze seit 2000 sehr deutlich zu sehen.

Rolf Nef, Manager Tell Gold & Silber Fonds“
www.tellgold.li

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