.

Philharmoniker Depot

29.09.15 Weltwirtschaftskrise – Schwarze Schwäne landen

Bleiben Sie angeschnallt und beobachten Sie das wilde Treiben von der Seitenlinie aus! Das war, ist und bleibt die Devise in der Kapitalschutz Akte. Langsam aber sicher werden selbst für die Perma-Bullen die Risiken, ja die strukturellen Gefahren immer offenkundiger.

Schneller Niedergang oder Siechtum in Sicht?

Und es stellt sich hier klar die Frage, wie der Niedergang, der Zerfall über die Bühne gehen wird. Wird es so sein wie bei den beiden deutschen Ex-Witwen- und Waisenpapieren, E.ON und RWE? Hier geht es ja schon seit Jahren bergab. Mittlerweile verdampften hier 150 Milliarden Euro an Marktkapitalisierung. Und manche sehen hier gerade bei RWE mittelfristig die Gefahr der Insolvenz.

Apropos Existenzbedrohung, hier wären wir wieder bei VW. Mittlerweile sehen einige Auguren den Erhalt des VW-Konzerns, wie wir ihn bisher kannten, zumindest als bedroht, ja gefährdet an. Das Ausmass der Kosten der Diesel-Affäre ist noch nicht genau zu taxieren. Es werden hier gewisse Summen in den Raum gestellt. Manche gehen von 20 Milliarden Euro aus; einige nennen hier gar Summen von 40 bis 50 oder gar 100 Milliarden Euro. Wie auch immer, es wird höchst spannend, wie es in der causa weitergehen wird. In einem Kommentar war neulich zu lesen: „Scheitert Volkswagen, scheitert Deutschland."

Klar dürfte mittlerweile auch sein, dass die Thematik nicht nur VW allein treffen wird. Fraglich ist nur, wann die möglichen Mogeleien der Wettbewerber auf die agenda kommen. Insofern könnte sich die Politik - selbstverständlich nur zur Rettung und Stützung der Arbeitsplätze - ja vielleicht schon relativ bald zur Rettung der Autobauer stabilisierende Maßnahmen ergreifen. 2008 war ja das Jahr der Bankenrettung, 2015/6 könnte die Zeit der Rettung der Autobauer anstehen. Dann dürfte auch hier die Alternativlosigkeit der Rettung betonnt werden unter dem Motto:

„Scheitern die Autobauer, scheitert Deutschland."

Apropos Insolvenzgefahr, die jahrelange Rostoff-Baisse bringt jetzt selbst Rohstoffgiganten ins Wanken. Zweifel an den Erfolgsaussichten des bisherigen Sanierungskurses haben am Montag einen erneuten Ausverkauf beim Rohstoffriesen Glencore ausgelöst. Die Aktien des Bergbaukonzerns und Rohstoff-Händlers brachen in London am Montagnachmittag um 31 Prozent ein. Zu Börsenschluss lag der Aktienkurs noch rund 29 Prozent im Minus. Es ist der grösste Absturz in der Geschichte des Konzern. Im April waren Glencore-Aktien noch zu über 300 Pence gehandelt worden. Damit summiert sich das Minus der vergangenen Monate auf über 75 Prozent.

Als Grund für den gestrigen Absturz wird eine Analyse von Investec erwähnt. Die hohe Verschuldung könnte zu einem existenzbedrohenden Problem werden, wenn sich die Rohstoffpreise nicht erholten und der Konzern nicht umfassend umgebaut werde, warnten die Analysten von Investec in einem Kommentar. Der weltgrösste Rohstoffhändler sitzt auf Verbindlichkeiten im Volumen von etwa 30 Milliarden Dollar.

Kurzum, in vielen Branchen sind die schwarzen Schwäne gelandet. Es wird nun wahrlich brenzlig, brandgefährlich.

Bleiben Sie angeschnallt und beobachten das böse Treiben von der Seitenlinie aus!

Bis auf weiteres...

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de

Silbernews übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben! - Copyright © by Silbernews.com 2006-2020

© by Silbernews.com