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Philharmoniker Depot

08.10.15 Gedanken zur Flüchtlingskrise

So, heut geht es hier in der Kapitalschutz Akte um das Top-Thema dieser Tage. Kurzum, es geht um die Flüchtlingskrise. Und hier geistern beinah täglich neue Zahlen herum. Gestern wurde die Zahl sieben Millionen Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen könnten, in den Raum gestellt. Wahnsinn! Aber mittel- bis langfristig dürfte selbst diese horrende Zahl nicht das Ende der Fahnenstange sein. Glaubt man diversen UN-Prognosen, so muss die Zahl mit Blick auf die kommenden Jahre und Jahrzente deutlich nach oben revidiert werden. Wohl gemerkt, dann geht es um hunderte Millionen Menschen - möglicherweise.

Labile Lage

Interessant ist jedenfalls, dass selbst Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Flüchtlingskrise vor einer Überforderung der Bundesrepublik gewarnt hat. Die Lage in Deutschland sei sehr nervös und fragil, so Schäuble am Dienstagabend auf einer Podiumsdiskussion in Paris. Schäuble zufolge sei es "unmöglich", den derzeitigen Flüchtlings-Zustrom dauerhaft zu bewältigen. Deutschland könne nicht pro Woche die gleiche Zahl von Flüchtlingen aufnehmen wie Frankreich innerhalb eines Jahres. Die aktuelle Flüchtlingskrise müsse "bewältigt werden", so Schäuble weiter. Dafür entscheidend sei eine Sicherung der EU-Außengrenzen, etwa zwischen Griechenland und der Türkei, erklärte der Bundesfinanzminister.

Ja, das waren die Gedanken von Wolfgang Schäuble. Am Schluss der heutigen Ausgabe darf ich Ihnen, werte Leserinnen und Leser, noch zwei Zitate zum Nachdenken präsentieren. Diese passen sehr gut in unsere Zeit.

Zunächst ein Zitat des bekannten Archäologen Bryan Ward-Perkins:

"Die Römer waren vor dem Untergang genauso wie wir heute sicher, dass ihre Welt für immer im Wesentlichen unverändert bleiben würde. Sie lagen falsch. Wir wären gut beraten, nicht genauso selbstgefällig zu sein."

Bryan Ward-Perkins in "Der Untergang des Römischen Reiches und das Ende der Zivilisation"

Und last but not least noch einen Klassiker von Adam Smith:

"Durch Recht und Staat blühen all die verschiedenen Tätigkeiten, und die nützliche Ungleichheit des Besitzes, die aus ihnen und natürlich und notwendigerweise aus den unterschiedlichen Graden von Fähigkeit, Fleiß und Sorgfalt resultiert, ist hinreichend bewahrt.

Durch Recht und Staat kommt man in den Genuss des inneren Friedens und des Schutzes vor fremdem Eindringling. Weisheit und Tugend leiten ihren Glanz und ihre Schönheit bezüglich der Nützlichkeit ebenfalls von der Befriedigung dieser Bedürfnisse ab. "

Adam Smith, Vorlesungen über Rechts- und Staatswissenschaften, St. Augustin 1996, 178.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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