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Philharmoniker Depot

10.10.15 IWF: Weltkonjunktur in Gefahr

Dem aktuellen IWF-Bericht zufolge soll Deutschlands Wirtschaftswachstum mit 1,5% in 2015 geringer ausfallen, als zunächst prognostiziert (1,6%). Und auch die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Eurozone ist gestiegen, von unter 25 % auf 30%.

Besonders hart trifft es aber die rohstoffabhängigen Länder in Lateinamerika. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession von 35% vor 6 Monaten auf 50% gestiegen. Lateinamerika wird dabei auch von seiner stärksten Volkswirtschaft Brasilien nach unten gezogen. Die Wirtschaft des Landes dürfte in diesem Jahr um 3% schrumpfen.

Hier die Übersicht des IWF über die Veränderung in der Prognose zur Rezessions-Wahrscheinlichkeit:

Quelle: IWF

Wie Sie erkennen können, lässt der IWF aber auch an den Aussichten für die USA und Japan kein gutes Haar. Vor allem Japan schafft es nach wie vor nicht nachhaltig die Kurve zu kriegen. Dass der IWF trotzdem die Gefahr einer Weltrezession heute als geringer ansieht, als noch vor 6 Monaten, sollte nicht von der Tatsache ablenken, dass es der Weltwirtschaft heute schlechter geht als noch vor einem halben Jahr.

Schwache Rohstoffpreise SIND eine Gefahr für die Weltkonjunktur

Der Ölpreis wird künstlich nach unten manipuliert. Das wissen Sie, das hatte ich Ihnen schon mehr als einmal geschrieben. Doch das tut nichts zur Sache, denn so lange die Ölpreise sich auf derartig tiefen Niveaus befinden, wie aktuell, leidet die Konjunktur in den Ländern, die vom Ölexport abhängig sind.

Gleiches gilt für die Rohstoffpreise ganz generell. Nur weil diese günstig sind, heißt das eben nicht, dass dadurch automatisch Nachfrage und Verbrauch steigen, wenn die fundamentale Ausgangslage im Grunde nicht ursächlich ausschlaggebend für den Preisrückgang war und dementsprechend auch nicht oder nur zögerlich auf das veränderte Preisniveau reagiert.

In einer Situation, in der schwache Rohstoffpreise wie aktuell also auf einen schwachen Verbrauch treffen, leiden schließlich vor allem die Länder, die stark vom Rohstoffexport abhängig sind.

Quelle: IWF, The Telegraph

Wie Sie erkennen können, sind es vor allem Russland und Brasilien, wo sich die Rezession verstärkt.

Aber auch Kanadas Wachstum soll im Übrigen von 1,5% wie noch im Juli prognostiziert auf 1% sinken.

Fazit

Der IWF erkennt folgerichtig, was die Rohstoffpreise bereits seit über einem Jahr deutlich machen: die Weltkonjunktur ist in Gefahr und längst nicht so robust wie geglaubt. Ursächlich dafür ist das nahende Ende des aktuellen Kreditbooms. Und weiterhin schwache Rohstoffpreise verschlimmern die Situation.

Man könnte es auch anders sagen: wenn die Kreditblase nicht fortlaufend weiter gefüttert wird, kommt es unweigerlich zum Knall. Ein Szenario, welches die Rohstoffmärkte bereits vorausgeahnt haben. Doch wenn es wieder aufwärts geht, dann werden steigende Rohstoffpreise im Vorfeld den Weg weisen.

So long liebe Leser...warum die Aktienmärkte die aktuellen Gefahren noch immer unterschätzen und weshalb es auch für Sie Zeit wird, um endlich auf Gold zu setzen (;-)), damit beschäftigen wir uns nächste Woche...für diese Woche verabschiede ich mich nun und wünsche Ihnen noch ein schönes und erholsames Wochenende...liebe Grüße...

Ihre Miriam Kraus

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de

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