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Philharmoniker Depot

22.12.15 Euro Krise - Erzeugerpreise stark rückläufig

In diesen vorweihnachtlichen Tagen geht es an den Märkten weiter hoch her. Von vorweihnachtlicher Ruhe kann keine Rede sein. Im Gegenteil. ...........................................................................

Ölpreis im freien Fall

Am Ölmarkt geht es derzeit nur noch in eine Richtung. Und zwar nach unten. Kurz vor Weihnachten gingen die Preise noch einmal deutlich auf Talfahrt. Öl der Sorte war am Montag so billig wie seit elf Jahren nicht mehr. Eine Trendwende ist laut Experten nicht in Sicht. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar erreichte ein neues Mehrjahrestief und war mit 36,17 US-Dollar zwischenzeitlich so billig wie seit dem Jahr 2004 nicht mehr.

Erzeugerpreise stark rückläufig

Kein Wunder also, dass in einem solchen Umfeld sich die Draghi-EZB sehr schwer damit tun wird, das Inflationsziel von rund zwei Prozent zu erreichen. Derzeit geht es insofern genau in die andere Richtung, zumindest wenn man díe Entwicklung der Erzeugerpreise in Deutschland betrachtet. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2015 um 2,5% niedriger als im November 2014. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mit Sitz in Wiesbaden weiter mitteilte, war dies der stärkste Rückgang der Preise gegenüber dem Vorjahr seit Februar 2010 (- 3,0 %). Gegenüber dem Vormonat Oktober 2015 sanken die Erzeugerpreise um 0,2%. Die Preisentwicklung bei Energie wirkte sich auch im November 2015 am stärksten auf die Entwicklung des Gesamtindex aus. Die Energiepreise waren um 7,1 % niedriger als im Vorjahresmonat und sanken gegenüber Oktober 2015 um 0,2%. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise um 0,7% niedriger als im November 2014. Gegenüber Oktober 2015 sanken sie um 0,2 %.

Fallende Stahlpreise

Interessant auch der Blick auf die Vorleistungsgüter, also auf alle Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Diese waren im November 2015 um 2,2 % billiger als im November 2014. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2015 sanken die Preise um 0,5 %. Die Preise für Metalle waren um 6,3 % niedriger als im November 2014 (-1,7 % gegenüber Oktober 2015). Walzstahl kostete 9,6 % weniger als ein Jahr zuvor. Dabei war Betonstahl um 18,4 % billiger als im Vorjahr, allein gegenüber Oktober 2015 gaben die Preise um 5,9 % nach. Metallische Sekundärrohstoffe verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr um 30,8 %, gegenüber Oktober 2015 fielen die Preise um 7,6 %. Futtermittel kosteten 1,0 % mehr als im November 2014.

Milchprodukte billiger

Auffällig auch die Preisentwicklung bei den Verbrauchsgütern. Hier lagen die Preise im November 2015 um 0,1% niedriger als im November 2014. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 0,6 % weniger. Starke Preisrückgänge im Vergleich zum November 2014 gab es für Käse und Quark (- 9,1 %), Milch (- 7,8 %) und Zucker (- 7,5 %). Auch Schweinefleisch war gegenüber dem Vorjahr günstiger, und zwar um 5,1 %. Hingegen waren Back- und Teigwaren 2,6 % teurer als vor einem Jahr, Rindfleisch kostete 4,5 % mehr. Die Preise für Süßwaren waren um 4,7 % höher als im November 2014.Last but not least der Blick auf Gebrauchs- und Investitionsgüter. Gebrauchsgüter waren im November 2015 um 1,5 % teurer als im November 2014 (+ 0,2 % gegenüber Oktober 2015), Investitionsgüter um 0,7 % (+ 0,1 % gegenüber Oktober 2015).

Ja, es wird für die Draghi-EZB in diesem Umfeld extrem schwer werden, das Inflationsziel zu erreichen. Bleibt am Ende fast nur noch die Wette, dass Herr Draghi im Jahr 2016 insofern über weitere unkonventionelle Maßnahmen wird nachdenken müssen....

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Quelle: http://archiv.investor-verlag.de

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