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Philharmoniker Depot

04.12.12 Angebotsdefizit beim Platin?

Der Platinpreis kriecht langsam, aber sicher aus dem Keller. Der des Rohstoffes hatte sich zwischen Anfang August und Anfang Oktober von 1.382 Dollar auf 1.734 Dollar erholt, bevor der Oktober einen massiven Abschwung auf 1.531 Dollar gebracht hat. Doch der November war von einer Erholung geprägt, auch wenn der Platinpreis das Oktoberhoch bisher nicht wieder erreicht hat. Immerhin ging es zuletzt bis auf 1.626 Dollar nach oben, meist zeigen sich Futures-Notierungen oberhalb von 1.600 Dollar. Fallen die Hürden bei 1.623/1.627 Dollar und 1.647/1.655 Dollar, so könnte auch das Oktober-Hoch wieder in den Blick kommen.

Dabei helfen könnte dem Platinpreis auch die Aussicht auf ein deutlich verändertes Verhältnis von Angebot und Nachfrage. War der Markt bisher von einem Überschuss des Materials geprägt, so könnte sich dies nach den Turbulenzen in Südafrika in der nächsten Zeit gründlich ändern. Analysten rechnen damit, dass der Platinmarkt in ein Angebotsdefizit hineinrutschen wird, was die Preise für den Rohstoff in die Höhe schießen lassen würde. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Autoindustrie zu. Erholt sich vor allem in China und Europa die Konjunktur und steigen die Absatzzahlen, wird mehr Platin nachgefragt – der Rohstoff kommt in Katalysatoren zum Einsatz.

Was passieren kann, wenn das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage kippt, wie es für das Platin erwartet wird, hat in den vergangenen Wochen übrigens der Palladium-Preis gezeigt: Dessen Future ist zwischen Ende Oktober und dem gestrigen Handel von rund 587 Dollar auf bis zu knapp 694 Dollar explodiert. Der Grund hierfür sind vor allem Spekulationen, dass die Nachfrage zukünftig höher sein könnte als das Angebot.

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