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04.12.14 Goldbullen müssen sich gedulden: Warum das gelbe Metall noch auf unter USD 1.000 sinken wird

Es heißt ja, dass frühere Kursentwicklungen künftige Kursentwicklungen nicht garantieren können, aber Jordan Roy-Byrne, der Herausgeber von The Daily Gold, ist davon überzeugt, dass das finale Tief von Gold nur noch ein paar Monate entfernt ist. Und danach sollten Sie sich gut festhalten. In diesem Interview mit The Gold Report führt Roy-Byrne aus, warum Gold laut seiner Analysen bis Ende 2016 abermals die Marke von USD 1.900 pro Unze testen könnte, bevor das gelbe Metall parabolisch in die Höhe schießt.

The Gold Report: Nachdem Gold auf USD 1.137 pro Unze gefallen ist, legte das Metall eine Rally auf USD 1.200 pro Unze hin. Wurde das berüchtigte finale Tief nun endlich getroffen oder steht uns noch ein finaler Abverkauf bevor?

Jordan Roy-Byrne: Ich glaube nicht, dass wir das Tief bereits gesehen haben, aber ich bin der Meinung, dass es bald soweit sein wird. Es müsste eigentlich in den nächsten paar Monaten passieren.

TGR: Warum glauben Sie, dass wir dem Tief so nahe sind?

JRB: Märkte bilden ihre Tiefs in der Regel nicht bei irgendwelchen zufälligen Preisniveaus aus. Im Bereich von USD 1.080 pro Unze – dem 50%-Retracement-Niveau des gesamten Bullenmarkts –verfügt Gold über eine sehr starke Stützung, und bei USD 1.000 pro Unze verläuft das wichtige psychologische Niveau. Darüber hinaus war USD 1.000 pro Unze 2008 bis 2010 ein wichtiges Stützungsniveau. Es ist daher auch wahrscheinlicher, dass Gold dieses Niveau testen wird, als dass es bei USD 1.137 pro Unze sein Tief ausbildet.

Zwei weitere Gründe, die zu der Annahme führen, dass das Tief noch nicht getroffen wurde, sind die Volatilität und der Commitment of Traders Report (COT-Report). Die zwei größten Volatilitätsanstiege der letzten sechs Jahre fanden auf dem Tief von 2008 und dann auf dem Hoch von 2011 statt. Im letzten Monat konnte die Volatilität wieder zulegen, nachdem sie praktisch den gesamten bisherigen Jahresverlauf nichtexistent war. Ein starker Anstieg bei der Volatilität in Verbindung mit der bedeutenden Stützung bei USD 1.000 pro Unze ist das Rezept für eine echte Trendwende.

Der COT-Bericht, der die Aktivitäten der Futures-Händler erfasst, legt nahe, dass wir bisher noch kein Extrem erreicht haben, aber wir nähern uns diesem nun wieder an. Ein Rückgang auf unter USD 1.100 pro Unze oder USD 1.080 pro Unze würde wahrscheinlich dazu führen, dass viele Trader in Panik geraten und aus dem Markt flüchten, und zugleich würden auch weitere Short-Positionen aufgebaut. Angesichts der aktuellen Struktur des COT-Berichts würde ein Rückgang auf unter USD 1.100 pro Unze dazu führen, dass die spekulativen Netto-Positionen wie auch die Brutto-Short-Positionen auf 13-Jahreshochs steigen.

TGR: Eine alternative Erklärung für den Rückgang des Goldpreises ist, dass Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs Gold aggressiv shorten, was vielleicht auch noch seitens der Zentralbanken befördert wird. Was halten Sie davon?

JRB: Ich halte überhaupt nichts davon. Ja sicher, die Short-Positionen sind angewachsen, aber so funktionieren Futures-Märkte nun einmal.

TGR: Bitte sprechen Sie über ihren Bärenmarkt-Vergleichs-Chart für Gold. Was verrät uns dieser Chart?

JRB: Ja ich werde darüber sprechen, aber ich möchte meine Bärenmarkt-Vergleichs-Charts für Silber und die Minenaktien gleich mit einbeziehen. Diese Vergleichs-Charts untersuchen die historischen Bärenmärkte und bereiten diese grafisch auf, damit sie vergleichbar werden. Wir müssen in diesem Zusammenhang im Hinterkopf behalten, dass Bärenmärkte immer eine Funktion aus Preis und Zeit sind, und die heftigsten Rückgänge waren dabei immer auch die kürzesten. Die Gold- und Silber-Crashs in den 1980er Jahren dauerten weniger als zwei Jahre. Es waren wirklich spektakuläre Rückgänge, bei denen innerhalb kürzester Zeit größtmöglicher Schaden angerichtet wurde. Bärenmärkte, die über viele Jahre anhalten, sind hingegen nicht so drastisch, was den Preisverfall anbelangt.

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TGR: Was sagen uns Ihre Vergleichs-Charts über die Bärenmärkte von Silber und den Edelmetallminenaktien? ........................

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Quelle: Propagandafront.de

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