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19.12.14 Deutliche Parallelen zu 2008: Der Ölpreis ist der letzte Warnschuss

aktuell drängt sich der Ölpreis-Verfall in den Anleger-Fokus. Ist das jetzt gut, dass Öl so günstig ist wie seit 4 Jahren nicht mehr? Bedeutet das automatisch ein Sonderkonjunkturprogramm, weil die Verbraucher mehr Geld ausgeben können und auch die produzierenden Unternehmen höhere Profite erzielen?

Natürlich preschen jetzt wieder einige Experten vor und überschlagen sich mit positiven Einschätzungen, wie der niedrige Ölpreis jetzt die Weltwirtschaft ankurbeln wird.

Doch betrachten wir das Ganze mal etwas nüchterner und ordnen die Turbulenzen an den Ölmärkten in das gesamte Marktgeschehen ein.

Ein Blick zurück: Welchen Einfluss hat Öl auf Aktienkurse?

Schnell sind Analysten und Finanzmedien derzeit mit Erklärungen zur Stelle: Das massiv ausgeweitete Fracking in den USA habe für den Ölpreisverfall gesorgt. Die Ölabhängigkeit der USA konnte tatsächlich deutlich reduziert werden. Doch reicht das als Erklärung für den heftigen Absturz der vergangenen Monate wirklich aus?

Wir sehen einen globalen Nachfragerückgang nach dem Treibstoff der Wirtschaft: Besonders China braucht aktuell weniger Öl. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Weltwirtschaft abschwächt.

Achtung: Es gibt gleich mehrere Parallelen zu 2008

Die schwächer werdende globale Konjunktur ist also der Faktor, der derzeit sowohl das Öl als auch die Aktien drückt. Eigentlich korrelieren Aktien und Öl kaum miteinander: Dazu reicht ein Blick auf die Charts der vergangenen 30 Jahre. Mal verlaufen die Kurse parallel zueinander, mal diametral auseinander. Lassen Sie sich daher bloß nicht einreden, fallende Ölnotierungen führten zwangsläufig zu schwächeren Aktienkursen.

Es gibt jedoch erstaunliche Parallelen zu 2008, als in der Hochphase der Finanzkrise sämtliche Anlageklassen (außer Anleihen) in den Abgrund rauschten. Schauen wir auf den Öl-Chart:

Ölpreis-Crash im Chart

2008 bricht der Ölpreis kurz vor der Hochphase der Finanzkrise in sich zusammen. Vorausgegangen war eine extrem überkaufte Situation, den der Monats-RSI oben im Chart anzeigt (blau umrundet). Kurz danach folgten die Aktienmärkte, der S&P halbierte sich.

Gleichzeitig stieg damals 2007 bis 2008 aber auch der Dollar-Index, in dem die wichtigsten Währungen im Verhältnis zum US-Dollar enthalten sind, massiv an.

Werden die Aktien jetzt heftig korrigieren?

Das gleiche Bild sehen wir in den vergangenen Monaten: Der US-Dollar-Index markiert immer neue Hochs und Öl hat schon seine erste massive Verkaufswelle durchlaufen. Ziehen jetzt die Aktienmärkte nach?

Nun, wir müssen nicht zwangsläufig im nächsten Jahr so heftig einbrechen wie vor 6 Jahren. Allerdings mehren sich die Anzeichen, die vor einem kräftigen Kursrutsch nicht nur an der Wall Street warnen.

Billiges Öl schiebt an … aber immer mit Zeitverzug

Dazu zählt nicht nur die Tatsache, dass die Fed sämtliche Stützungsprogramme eingestellt hat. Sondern auch, dass niedrige Ölpreise immer erst mit Zeitverzug positiv auf die Weltkonjunktur einwirken. Die vermeintlichen Konjunkturprogramme durch billiges Öl, greifen immer erst am Ende einer Rezessionsphase.

Mein Fazit: Der Ölpreisverfall hat keine direkten negativen Konsequenzen für die Aktienmärkte – er hat aber auch keine positiven Effekte. Sie befinden sich auf der sicheren Seite, wenn Sie das gefallene Öl als zusätzliches Warnsignal über den Zustand unserer Weltwirtschaft interpretieren. Und das drückt auf jeden Fall die Kurse.

Wie Sie am Preisverfall des Öls verdienen können: Diese Shorts nehmen jetzt Fahrt auf

Zusammen mit den anderen negativen Vorzeichen (z.B. schwache Investitionsquoten, schwache Konjunkturdaten in Deutschland, desolate Zustände am Arbeitsmarkt in Europa, eine Fed, die bald die Zinsen erhöht …) ergibt sich für clevere Anleger Handlungsbedarf und jede Menge Rendite-Chancen.

Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie sich jetzt positionieren, um schon 2015 die bevorstehende Korrektur in satte Renditen zu verwandeln. Hier erhalten Sie unmittelbar zwei spannende Positionen, die bereits ins Plus laufen.

Doch bitte – um Himmels willen – wenn Sie jetzt etwas auf eigene Kappe tun möchten, shorten Sie nicht mehr das Öl. Im Chart oben erkennen Sie im RSI eine deutlich überverkaufte Situation, die es so drastisch seit 20 Jahren nicht mehr gegeben hat. Das bedeutet, dass eine Gegenbewegung einsetzen kann, die sich gewaschen hat.

Viel einfacher und „chance-risiko-optimierter“ ist es, diesen zwei Short-Positionen zu folgen, die ich vor zwei Tagen an die Leser des Value Investor Trader versendet habe.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Adventwochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Franz-Josef Buskamp

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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