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20.07.18 Steuerzahlergedenktag am 18. Juli – Ab jetzt arbeiten Sie in die eigene Tasche

Berechnungen des „Bund der Steuerzahler“ belegen, dass der durchschnittliche deutsche Steuerzahler bis 18. Juli, sein gesamtes Einkommen an die Bundesrepublik abgeführt hat. Erst seit Mittwoch wirtschaften wir endlich in die eigene Tasche! Von jedem Euro beansprucht der Staat folglich 54,3 Eurocent, womit diese Quote so hoch ist, wie nie zuvor in der Geschichte.

Die Bundesrepublik ist der sozialistische Staat auf westdeutschem Boden zu Friedenszeiten, den es jemals gab. Das deutsche Kaiserreich nahm bis 1914 nur 12% des Einkommens seiner Bürger und dennoch konnten problemlos alle staatlichen Aufgaben finanziert werden. Im Jahr 1893 lag der Einkommensspitzensteuersatz bei vier Prozent und wurde erst ab 100.000 Mark Jahreseinkommen erhoben. Obwohl die Bundesrepublik von Anbeginn als Chimäre zwischen Sozialismus und Kapitalismus angelegt wurde, stieg die Abgabenlast seit 1960, als der Steuerzahlergedenktag noch am 1. Juni lag, kontinuierlich an. Aufgrund des seither extremen Anstiegs der Produktivität durch technologischen Fortschritt, hätte die Abgabenlast jedoch bei gleichem staatlichen Leistungsumfang um 90% sinken müssen, was verdeutlicht, dass sich die staatliche Lenkung und Einfluss auf die Menschen seit 1960 vervielfachte.

In den letzten einhundert Jahren haben die Deutschen ihren natürlichen Anspruch auf ihr Eigentum aufgegeben und billigen stattdessen dem Staat die Verwendung ihrer Lebens- und Arbeitszeit zu. Wie konnte es dazu kommen, dass der Souverän seine Freiheit an die einstigen staatlichen Hilfsarbeiter und Handlanger abgab und sich heute diametral gegensätzlich als Bittsteller und kleines Rädchen im staatlichen Apparat versteht? Wie kann es sein, dass fünfzig Prozent des Ertrags einer Lebensarbeitszeit weggenommen werden, ohne dass sich Widerstand regt und die Masse gar noch mehr Sozialismus fordert?

1773 war eine Steuer von 3% auf Tee der Auslöser der Boston Tea Party, was den Beginn des Unabhängigkeitskrieges der britischen Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent markierte. Während eine dreiprozentige Steuer damals noch einen ungeheuerlichen Affront darstellte, hat man heute das natürliche Selbstverständnis des grundsätzlichen, göttlichen Rechts auf Selbsteigentum und Freiheit verloren.

Über 70 Jahre zunehmender Sozialismus haben die Schaffenskraft und den Wohlstand zunehmend und dauerhaft zerstört. Während Deutschland vor einhundert Jahren während des Goldstandards und utopisch niedrigen Steuern für seine Schaffenskraft, Wohlstand, Innovation und dem Export einzigartiger Produkte beneidet wurde, ist die Bundesrepublik heute nicht einmal mehr in der Lage einen Großflughafen zu bauen. Die Errichtung der Elbphilharmonie dauerte neun Jahre und kostete Unsummen, für die der Steuerzahler aufkommen musste, während die Fertigstellung des Stuttgarter Bahnhofs auf ungewisse Zeit in die Zukunft verschoben wurde. Die Degeneration der Wirtschaftsleistung erinnert an Länder der Dritten Welt, deren Infrastruktur meist aus dem Ausland kommt. Diese Entwicklung ist nur folgend logisch, denn die Bundesrepublik gleitet mit der Zunahme der staatlichen Lenkung, in die gleiche Armut ab, wie alle sozialistisch, zentralistischen Staaten vor ihr. Politiker geben das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen und ohne Verstand aus, da es das Geld anderer ist und sie nicht dafür haften müssen. Eigentum und Haftung sind ganz offensichtlich eine wesentliche Komponente für verantwortungsvolles Handeln, die es im Sozialismus jedoch nicht gibt.

Bund der Steuerzahler fordert Steuersenkungen


Der BdSt fordert aufgrund der gestiegenen Steuerlast eine Reformation des Einkommensteuertarifs. Die staatliche Inflation entwertete die Einkommen, sodass die Bruttolöhne seit 2010 nominal um 25% angestiegen sind. Die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz wurde in der gleichen Zeit jedoch nur um 3,9% angehoben. Die ständige Inflation der Geldmenge, damit der Staat durch die Verschuldung über seine Verhältnisse leben und den Wohlfahrtsstaat quersubventionieren konnte, sorgte dafür, dass der Spitzensteuersatz heute schon bei dem 1,3-Fachen des Durchschnittseinkommens eines Vollzeiterwerbstätigen liegt.

Weiterhin fordert der BdSt die längst überfällige Abschaffung des Solidaritätszuschlags, da die Rechtfertigung längst weggefallen ist und das Geld zweckentfremdet wird. Weiterhin fordert man, Wohnen wieder bezahlbar zu machen. Der Staat ist der Kostentreiber Nummer 1 für Miete und Eigenheim durch die Grundsteuer, Grunderwerbssteuer, hohe Stromnebenkosten, steigende Müllgebühren, neuen Vorschriften und weitere gesetzliche Belastungen.

Inflationssteuer nicht berücksichtigt


Die Inflationssteuer und zusätzliche Abgaben sind in der Berechnung des BdSt noch nicht berücksichtigt, sodass der Staat nach anderen Berechnungen sogar 70% des Einkommens für sich beansprucht. Die Ursache für die vollen Kassen des Staates sind die leeren Brieftaschen der Bürger. Inflation ist nichts weiter als eine versteckte Steuer des Staates zur Enteignung von Ersparnissen sowie zur Entwertung von Renten- und Pensionsansprüchen. Bei nur 2% Inflation nimmt der Staat Ihnen, wenn Sie 30 Jahre gespart haben, über die Inflationssteuer rund 25% Ihrer Ersparnisse. Real dürfte die Inflation jedoch eher bei 5% bis 8% liegen, sodass nach 30 Jahren nur noch die Hälfte Ihrer Altersvorsorge übrigbleibt. Berücksichtigt man noch das eigentliche Produktivitätswachstum von ca. 2% pro Jahr, so beläuft sich der Raub an der Altersvorsorge sogar auf 62% der Ersparnisse.

Eine nachhaltige Kapitalbildung wird damit gerade für die kleinen und mittleren Einkommen zunehmend unmöglich. Die Inflationssteuer führt zu einer Verarmung und letztlichen Auslöschung der Mittelschicht, während die finanzielle Unterschicht wächst und es nur wenige, ohnehin schon reiche, staatsnahe Profiteure gibt. In der indirekten Besteuerung durch das sozialistisch staatliche Geldwesen, ist die Ursache für die sich ständig weitende Schere zwischen Arm und Reich zu finden. Die Europäische Zentralbank hat in den vergangenen Jahren die Geldmenge verdoppelt und so steht eine neue Abwertungswelle mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen in einem stagflationären Umfeld unmittelbar vor der Türe.

Die künftige Steuerbelastung wird weiter extrem steigen und die Wirtschaftsplaner werden versuchen ihre eigenen Fehler und selbst geschaffenen Probleme mit noch mehr Planung und noch mehr Steuergeldern zu lösen. Der Bundeshaushalt 2018 enthüllte, dass es einen billionenschweren Schattenhaushalt gibt, der vor der Bevölkerung versteckt wird. 1-2 Mrd. Euro sollen so täglich weiter für Europa ausgegeben werden, wobei der Steuerzahler die Rechnung dafür in Form von Enteignung über Inflation oder künftige Steueranhebungen erhalten wird.

So oder so – es gilt, sich vor der steigenden Steuerlast und der zunehmenden Enteignung über Inflation zu schützen. Edelmetalle bieten die Chance, der Enteignung über Inflation zu entgehen, da Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert behielten. Diese beiden sicheren Häfen sind dazu aktuell historisch unterbewertet, was auf die politisch motivierte Demonetarisierung und Drückung der Edelmetallpreise aufgrund ihrer Eigenschaft als Inflationsbarometer zurückzuführen ist. Edelmetalle haben auch einen Vorteil gegenüber Immobilien und Wertpapieren, da letztere im Krisenfall zusätzlich besteuert oder enteignet werden können, wogegen Edelmetalle außerhalb des Zugriffs des Staates liegen.

Steuerbelastung in USA niedriger als in Deutschland


Am 19. April hatten die US-Amerikaner ihren lang ersehnten „Tax Freedom Day“, der unserem Steuerzahlergedenktag entspricht. Durch Trumps Steuersenkungen fand dieser Tag in diesem Jahr drei Tage früher statt. Die Entwicklung des Steuerzahlergedenktages in den USA seit 1900 ist ähnlich der Entwicklung in Europa. Bis zur putschartigen Entmachtung der US-Regierung durch die Übertragung des Monopols zur Herstellung von Geld an die private US-Notenbank am 23.12.1913, waren die USA noch ein libertär, freiheitliches Utopia und buchstäblich „The land oft he free“. Bis 1914, als es weltweit noch einen echten Goldstandard gab, lag der US-Steuerzahlergedenktag am 20. Januar eines jeden Jahres. Der US-Bürger hatte damals also nur 20 Tage für die Regierung gearbeitet und hingegen 345 Tage in die eigene Tasche gewirtschaftet, was einer expliziten Steuerquote von nur 5,5% entspricht! Sehr ähnlich war es bis zum ersten Weltkrieg im Deutschen Kaiserreich. Der folgende Chart zeigt dies eindrucksvoll.

Der Terminmarkt für Palladium ist so gut wie seit fast drei Jahren nicht mehr.

Hauptschuld tragen die Notenbanken


Mit dem ersten Weltkrieg stiegen die Staatsverschuldung sowie die Steuerlast erstmals stark an, was grundsätzlich immer so in Kriegszeiten geschieht. Es gab jedoch auch vor dem ersten Weltkrieg militärische Konflikte der USA, doch niemals nahm der US-Staat den sozialistischen Gang, wie nach der Machtübernahme durch die US-Notenbank. Daher ist die Hauptursache für diese Entwicklung nicht das natürliche Streben der Bürokratie nach Expansion, sondern in der Existenz einer Notenbank zu finden. Letztlich muss man konstatieren, dass es dennoch wieder das staatliche Gewaltmonopol war, welches das Privileg zur Geldherstellung an ein Bankenkartell übertrug, weshalb das originäre Problem dennoch im Staat zu finden ist.

Auch wenn die Amerikaner mittlerweile so schlecht dastehen wie noch nie zuvor in der Geschichte, stehen diese immer noch viel besser da als die Deutschen. Die Deutschen müssen exakt drei Monate – ein Vierteljahr – mehr für den Staat arbeiten als die US-Amerikaner. Nur mit einem Investment in Edelmetalle oder anderen ähnlich guten Wertspeichern, kann man die äußerst destruktive Inflationssteuer umgehen. So kann man zumindest einen realen Versuch unternehmen, Vermögen aufzubauen, sofern nach der direkten Steuerbelastung noch etwas zum Sparen übrigbleibt. Wenn Sie also hart gearbeitet und etwas auf die Seite gebracht haben, schützen Sie sich vor der Inflationssteuer durch ein Investment in monetäre Edelmetalle.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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