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Philharmoniker Depot

27.11.15 Euro Krise - Niedrigzinsumfeld gefährdet Finanzstabilität

nächste Woche ist es also so weit. Die Draghi-EZB wir über eine weitere Ausweitung der Geldschwemme befinden. Sicher ist, dass uns das Niedrigzinsumfeld noch sehr, sehr lange erahlten bleiben wird. Mit allen negativen Folgen und Risiken.

Gefahr für die Finanzstabilität

Niedrige Zinsen bergen Risiken für die Finanzstabilität, da sie die Erträge von Banken und Versicherern drücken, so die Warnung von Bundesbankvizepräsidentin Claudia Buch und Vorstandsmitglied Andreas Dombret bei der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts 2015. Je länger Phasen niedriger Zinsen andauern würden, umso größere Anreize bestünden für die Marktteilnehmer, erhöhte Risiken einzugehen. Problematisch werde es, wenn die Akteure nicht über ausreichende Kapitalpuffer verfügten, um die Risiken abfedern zu können. Diesen Herausforderungen müsste begegnet werden, damit es mittelfristig nicht zu einem Zielkonflikt zwischen der Geldpolitik und der Finanzstabilität komme, so Frau Buch. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass angesichts der aufgebauten Risiken für die Finanzstabilität eine künftig gebotene geldpolitische Normalisierung zu lange hinausgezögert werde. Gerade dies würde jedoch den Aufbau weiterer Risiken fördern.

Risiken für Versicherer

Neben den Risiken für die Banken ging Vizepräsidentin Buch auf die von den niedrigen Zinsen ausgehenden Risiken für Versicherer ein. Ihrer Einschätzung nach bestehe angesichts eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds die Gefahr, dass die Erträge der Versicherer nicht mehr ausreichen würde, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das im Jahr 2014 in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetz vermindere zwar Mittelabflüsse aus den Unternehmen und stärke die Eigenkapitalausstattung der Versicherer. Nach Analysen der Bundesbank könne diese Entlastung den Effekt der weiter gesunkenen Zinsen aber nicht aufwiegen. Jedoch bliebe den Versicherern noch Zeit für Anpassungen, um ihre Risikotragfähigkeit weiter zu stärken, so die Aussage von Frau Buch.

Wohnimmobilienmarkt im Fokus

Und last but not least sei hier in der Kapitalschutz Akte auf die vom Wohnimmobilienmarkt ausgehenden Risiken hingewiesen. Diese Risiken schätzt die Bundesbank derzeit als gering ein. Es gebe keine Hinweise auf exzessive Immobilienpreisentwicklungen in Deutschland, so Frau Buch. Gleichtwohl räumte sie ein, dass es in einigen Regionen eine dynamische Preisentwicklung gebe. Das Wachstum der Immobilienkredite sei im längerfristigen Bereich weiterhin moderat. Zwar sei das Risiko einer Preiskorrektur bei gleichzeitig starken Ausfällen von Immobilienkrediten gegenwärtig gering. Dennoch sei eine intensive Beobachtung der Entwicklung erforderlich. Da es zudem in Deutschland bislang keine makroprudenziellen Instrumente zur Regulierung der Wohnimmobilienfinanzierung gebe, habe der Ausschuss für Finanzstabilität im Juni 2015 der Bundesregierung empfohlen, die Rechtsgrundlage dafür zu schaffen. Dazu gehörten etwa eine Obergrenze für das Kreditvolumen im Verhältnis zum Wert einer Immobilie oder eine Grenze für den Schuldendienst im Verhältnis zum Einkommen des Immobilienkäufers. Mögliche Fehlentwicklungen könnten dadurch frühzeitig erkannt werden.

Naja,bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen im Fall des Falles rechtzeitig gegensteuern, um grobe Exzesse zu verhindern....

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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