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10.12.13 Wirtschaftlicher Vandalismus

Ich fuhr gestern übers Land. Ich hatte mir einen kleinen Bagger ausgeliehen und musste den zurückbringen. Der hatte sich festgegraben - deshalb musste ich dann einen richttigen Bulldozer beauftragen, um die Aufgabe zu erledigen.Was tat ich damit? Da geht es um eine Geschichte. Aber vielleicht sollte ich zuerst eine Frage beantworten...

Was ist meine Mission?

Das ist einfach: Ich versuche, die Punkte zu verbinden. Ich versuche, Sinn in der Welt des Geldes zu finden. Ich versuche, zu verstehen, was vor sich geht.

Aufmerksame Leser werden erkennen, dass das mehr mit Philosophie als mit der modernen Ökonomie zu tun hat. Aber es geht auch um Geschichten. Die einzige Form der Ökonomie, die es wert ist, ist eine philosophische Form, keine mathematische oder naturwissenschaftliche. Die wahre Wirtschaftswissenschaft ist philosphisch - wie Geschichte oder Literatur - in dem Sinne, dass sie nur versucht zu beobachten und zu verstehen, und nicht die Menschen zu manipulieren, als ob sie Bauern auf einem Schachbrett seien.

Die andere Form der Wirtschaftswissenshaften - die moderne, "wissenschaftliche" Volkswirtschaftslehre - ist ein Irrtum. Sie gibt nicht nur vor, die Volkswirtschaft zu verstehen, sondern auch, dass sie diese verbessern könnte.

Die modernen Volkswirte tun dies seit fast 100 Jahren. Planen, Organisieren, theoretisieren, kontrollieren, anpassen, zwingen, Preise festlegen, Zinsen verändern und andere Dinge des willkürlichen wirtschaftlichen Vandalismus. In dieser Zeit gab es nicht einen einzigen nachgewiesenen Erfolg.


Gefragt: Männer der Aktion

Aber warum sollte man sich darum kümmern?

Niemand kümmert das, was Philosophen zur Wirtschaft sagen. Niemand mag Philosphen. Sokrates musste Gift trinken. Nietzsche wurde in den Wahnsinn getrieben. Und Wittgenstein wurde auch wahnsinnig.

Die Menschen wollen "Männer der Tat". Alan Greenspan! Larry Summers! Ben Bernanke! Die versprechen, dass sie "etwas tun werden", ... egal wie dumm es ist.

Ups, ich habe zu schimpfen begonnen wie ein Verrückter.

Zu meiner Geschichte. Wo war ich? Ach ja: Meine Mission, der Versuch zu verstehen.

Aber warum will ich das? Gute Frage, liebe Leser.Zunächst einmal will ich einen Vorteil. Ich will verstehen, was andere nicht verstehen.

Warum?

Vielleicht fühle ich mich dann überlegen. Das ist das Ziel aller ehrlichen Männer: Sich den anderen überlegen zu fühlen. Glücklicherweise ist es nicht schwer, sich im heutigen Amerika überlegen zu fühlen.

Aber es gibt einen anderen Grund....

Je mehr man versteht, was wirklich vor sich geht, dest besser ist man dazu fähig, langfristige Investmententscheidungen zu treffen.

Oder auch nicht - eine Menschen glauben, dass man es noch nicht einmal versuchen sollte. Sie sagen, das wird man niemals können. Man wird sich nur selber in die Irre führen, wenn man denkt, dass man etwas weiß, was man gar nicht weiß. Und die Anstrengung, sich damit zu beschäftigen, könnte besser dafür verwendet werden, Aktien zu analysieren.

Das könnte richtig sein. Aber ich versuche schon lange, die Punkte zu verbinden. Und ich werde damit nicht aufhören.

Das bedeutet nicht, dass ich die Punkte immer auf richtige Art verbinde. Aber ich halte dennoch daran fest. Demnächst mehr dazu, auch zu meinem Projekt.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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