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28.11.14 Dax, S&P und Co.: wann platzt die Blase?

Der S&P 500 befindet sich also auf Rekordjagd. Trotz der Konjunkturschwäche in Europa, die sich auch auf Deutschland auswirkt und trotz der eigentlich gar nicht so stabilen Erholung in den USA (ansonsten wären wohl kaum die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter bereits den 3. Monat in Folge gesunken). Bedanken darf man sich dafür bei den Notenbanken, denn diese sind es, welche mit ihrer Politik des billigen Geldes dafür sorgen, dass eben jenes billige Geld in S&P, Dax und Co fließt.

Die Notenbanken würden es zwar mit Sicherheit lieber sehen, wenn die Niedrigst- und Nullzinsen und die QE-Programme die Wirtschaft ankurbeln, doch sie können einfach nicht verhindern, dass die Liquidität zu großen Teilen in die Aktienmärkte fließt.

Das ist das Drehbuch für die Entstehung von handfesten Blasen

Es gibt mittlerweile nicht mehr viele Rechtfertigungen für steigende Kurse in Dax und S&P - mit Ausnahme der Politik der Notenbanken.

Denn die Entwicklung der weltweiten Konjunktur erweist sich keinesfalls so rosig wie die Aktienmärkte dies suggerieren.

Dies kann man auch an der Entwicklung des Kupferpreises ablesen. Denn der gilt als Indikator für die Konjunkturentwicklung und bewegt sich in der Regel entlang der Entwicklung an den Aktienmärkten.

Sehen Sie hier:

Entwicklung von S&P 500 und Kupferpreis im Vergleich von November 2008 bis Januar 2012

Quelle: stockcharts

Sie sehen, das ist ein kompletter Gleichlauf. Ist ja auch klar: wenn die Wirtschaft prosperiert, dann profitieren davon nicht nur die Unternehmen (woraufhin deren Kurse steigen), sondern es wird auch mehr an wichtigen Rohstoffen verbraucht (wie Kupfer, das fast überall in der Industrie, im Bau usw. Verwendung findet).

Kupferpreis spricht für Rezession, Dax und Co. sagen das Gegenteil

Doch inzwischen hat sich eine gewaltige Schere aufgetan, zwischen Kupferpreis einerseits und der Entwicklung der „etablierten" Aktienmärkte andererseits.

Sehen Sie sich das nur einmal an:

Entwicklung S&P 500 und Kupferpreis seit 2012

Quelle: stockcharts

Weiter auseinander laufen kann eine Schere eigentlich schon fast nicht mehr.

Der Kupferpreis sagt also: die Konjunktur könnte besser laufen. Eigentlich müssten sich auch die Aktienmärkte dieser Entwicklung anpassen. Doch die Aktienmärkte setzen sich davon ab. Das ist das Geschenk der Notenbanken von den USA, über Europa bis nach Japan. Die Japaner verfolgen übrigens die extremste Variante mit ihrer Überflutung mit billigen Yen.

Sehen Sie nur hier:

Entwicklung Nikkei und Kupferpreis seit 2012

Quelle: stockcharts

Wir brauchen allerdings gar nicht mit dem Finger zeigen, denn wir sind auch nicht viel besser dran.

Schauen Sie mal hier, der Dax macht ja den gleichen Blödsinn.

Entwicklung Dax und Kupferpreis seit 2012

Quelle: stockcharts

Und da behaupte noch einer, es gäbe kein Blase in den Aktienmärkten!!!

So long liebe Leser...die Blase in den Aktienmärkten ist allgegenwärtig...es stellt sich lediglich die Frage, wann wir das Platzen erleben werden...dann aber sollten Sie bereit stehen für den neuen Rohstoffzyklus (siehe gestriger Daily)....liebe Grüße...

Ihre Miriam Kraus

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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