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16.12.14 Weltwirtschaftskrise – Es brennt lichterloh

Oh oh oh – diese Adventszeit des Weltwirtschaftskrisenjahres 2014 hat es in sich. An den Finanzmärkten wie auch geopolitisch geht es alles andere als besinnlich und „stad“ zur Sache. Im Gegenteil, es brennt lichterloh an diversen Fronten.

Verfall des Ölpreises als Schock des Jahres

Schauen wir uns zunächst die Lage beim schwarzen Gold an. Der dramatische Verfall des Ölpreises ging gestern nahtlos weiter. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI fiel am gestrigen Montag auf nur noch gut 55 US-Dollar. Das barrel der Sorte Brent kostete nur noch gut 60 US-Dollar. Was für ein Schock! Binnen weniger Monate brach der Ölpreis um mehr als 40 Prozent ein. Der perfekte Schwarze Schwan des Jahres 2014 ist mit dem Fall des Ölpreises eingetreten. Und die Folgen dieses Crashs werden alles andere als „klein“ sein.

Destabilisierung ölreicher Länder

Ja, schon jetzt gibt es erste Unkenrufe, die sogar einen Bankrott Russlands im kommenden Krisenjahr 2015 auf die agenda bringen. Fakt ist jedenfalls, dass der russische Rubel parallel zum Verfall der Ölpreise gestern in den freien Fall gegenüber dem US-Dollar überging. Der Rubel verfiel auf ein Rekordtief, die Verantwortlichen in Moskau griffen massiv ein und setzten den Handel mit Devisen-Futures aus. Die Risikoprämien bzw. Credit Default Swaps für russische Staatsanleihen explodierten. Die Nerven in Moskau liegen mehr als nur blank. In diversen Marktberichten war von panikartigen Zuständen die Rede, die deutsche DZ-Bank brachte in einer Analyse das Thema „Finanzkollaps“ von Russland auf die agenda.

Wie tief fällt der Ölpreis?

Zweifelsohne, der Kollaps wird umso wahrscheinlicher, je länger und weiter der Verfall des Ölpreises gehen wird. Und hier geht es wirklich um die Frage, auf welchem Niveau das Ende der Fahnenstange sein wird. Interessant sind in dem Kontext einige Äußerungen von OPEC-Mitgliedern. Auf einer Konferenz in Dubai sagte der Generalsekretär al-Badri, dass sich die Politik der OPEC nicht gegen Länder wie die USA, Russland oder den Iran richten würde; der Ölminister von Kuwait merkte an, der OPEC gehe es schlicht um die Verteidigung der Marktanteile. Last but not least brachte der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate auf den Punkt, dass ein Ölpreisverfall bis in den Bereich von 40 US-Dollar in Kauf genommen werden würde. Ferner würde man erst in drei Monaten über eine OPEC-Sitzung außerhalb des Turnus nachdenken.

Oh oh oh – 40 US-Dollar je Barrel. Das ist starker Tobak.

Fest steht schon jetzt, dass das Thema „fracking“ mehr als nur „out“ ist. Hier drohen gigantische Vermögensverluste und Abschreibungen in Höhe von hunderten von Milliarden US-Dollar. Kluge Köpfe haben ausgerechnet, dass bedingt durch den Ölpreisverfall der letzten Monate den Ölproduzenten weltweit sage und schreibe 1,5 Billionen US-Dollar pro Jahr an Einnahmen fehlen würden. Wahnsinn!

Das wird in der Tat Folgen haben, die uns noch sehr lang sehr negativ begleiten werden.

Leider..

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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