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Philharmoniker Depot

16.12.13 EZB-Chef Mario Draghi – Deutschland als Vorbild für Frankreich

In der heutigen Ausgabe der Kapitalschutz Akte geht es auch um die Frage, wer von den beiden großen Staaten Euro-Zone, Frankreich und Deutschland besser aufgestellt ist. Und hier hat sich in jüngster Vergangenheit kein anderer als ein Italiener, der an der Spitze der EZB ist, zu Wort gemeldet. Anders formuliert, Mario Draghi tat insofern seine Meinung kund. Anders als Monsieur Attali war Signore Draghi deutlich reservierter in der Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit der Franzosen.

Deutschland als Vorbild für Frankreich

Der Italiener geht sogar so weit, den Franzosen zu empfehlen, sich ein Beispiel an Deutschland zuu nehmen. Deutschland gehe es besser, weil sich das Land mit mutigen Strukturreformen die Mittel für mehr Wettbewerbsfähigkeit verschafft habe, so der Ex-Goldman Sachs-Banker gegenüber der französischen Zeitung "Le Journal du Dimanche". In dem Kontext verwies Mario Draghi auf die seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts eingeleiteten Arbeitsmarktreformen. Anders formuliert, der Italiener empfiehlt den Franzosen also, die Hartz-Reformen nun auch in Frankreich zu implementieren.

Oh oh oh - ob sich die mächtigen Gewerkschaften der Franzosen derartige Einschnitte wie die Hartz-Reformen bieten lassen? An der Stelle wird es wahrlich extrem spannend, ja turbulent werden. Warten wir ab, ob und wann eine französische Regierung je den Mut zu solchen Reformen haben wird. Vermutlich erst dann, wenn sich die Lage noch weiter verschlechtert hat.

Kritik an der Wettbewerbsfähigkeit

Generell betonte Draghi, dass die heutige Bundesrepublik Deutschland ein nachahmenswertes Vorbild für die anderen EU-Mitgliedsstaaten sei. Er schreckte auch nicht davor zurück, die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs als unverändert unzureichend zu kritisieren. Frankreich müsse ferner dringend finanzpolitische Stabilität schaffen und dazu noch ein investitionsfreundlicheres Klima schaffen.

Empfehlungen für Deutschland

Und auch in Sachen Deutschland hatte Draghi einige Empfehlungen parat. Die neue Bundesregierung müsse laut Draghi dringend Investitionen in die Infrastruktur fördern. Und gleichzeitig gab er den Deutschen mit auf den Weg, sich keinesfalls auf den Lorbeeren auszuruhen.

ps.: Gestern kommentiere Draghi den Wechsel von EZB-Direktor Asmussen von Frankfurt nach Berlin als Staatssekretär unter der Arbeitsministerin Nahles wie folgt:

Asmussen sei in den vergangenen zwei Jahren bei der Gestaltung der Geldpolitik eine "enorme Hilfe" gewesen. "Ich persönlich werde ihn vermissen", sagte Draghi in einer am Sonntagabend von der EZB verbreiteten Erklärung.

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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