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Philharmoniker Depot

14.12.15 Die EZB muss den Markt nicht so stark stimulieren

Stefan Schneider, Chefanalyst des Trendfolge Depots, sieht die neuste geldpolitische Maßnahme der EZB positiv - gerade weil sie kleiner ausfiel als erwartet. Offenbar zeigen die Daten der EZB, dass es der Wirtschaft besser geht als gedacht. Und das ist letztendlich gut für den Aktienmarkt.

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Doch kein Markteingriff der EZB

Dass die EZB uns nach der jüngsten Notenbanksitzung am vergangenen Donnerstag überraschen würde, dachte ich eigentlich nicht. Zu deutlich waren bereits die Zeichen im Vorfeld. Und die deuteten auf einen massiven neuen Markteingriff durch die EZB hin. Markteingriffe gab es unter dem jetzigen Präsidenten Draghi schon mehrere. 2012/2013 steckte die EZB den Banken rund eine Billion Euro Liquidität zu, um den Interbankenmarkt zu ersetzen. Aktuell läuft der Ankauf von Staatsanleihen - mehr als 1,1 Billionen Euro ist der EZB das wert.

Doch das Ziel, die Inflationsrate auf die gewünschten 2% zu erhöhen, das hat die EZB damit nicht erreicht. Es muss dem EZB-Direktorium wie ein Hohn vorkommen, dass sie zwar Monat für Monat 60 Milliarden drucken und sofort Staatsanleihen damit aufkaufen, die Inflation aber Monat für Monat weiter sinkt. Sie liegt derzeit bei 0,1%, war aber auch schon einmal bei 0% angelangt. Von den laut EZB wirtschaftsbelebenden 2% ist man weiter entfernt als je zuvor.

Das sind die Maßnahmen der EZB für mehr Wachstum und Inflation

Daher bereitete die EZB den Markt vorsichtig auf weitere Maßnahmen vor. Tenor war stets, dass die 2% Inflation für die EZB ein unbedingt zu erreichendes Ziel seien. Gespannt wartete man daher auf die Notenbanksitzung am vergangenen Donnerstag. Beschlossen wurde dabei, die Banken stärker als bisher zur Kasse zu bitten, wenn diese Liquidität bei der EZB anlegen, statt sie dem Markt zur Verfügung zu stellen. Künftig kostet das 0,3% statt bisher 0,2% der angelegten Summe. Außerdem sollen für weitere sechs Monate Anleihen gekauft werden, was etwa 360 Milliarden Euro ausmachen wird.

Der Markt reagierte enttäuscht, die Kurse sackten am Donnerstag so stark ab wie seit Monaten nicht mehr. Man hatte sich mehr erhofft - denn jedem ist klar, dass ein Teil der EZB-Milliarden am Aktienmarkt landen und dort für Kurszuwächse sorgen.

Ich sehe den EZB-Trippelschritt inzwischen positiv. Offenbar ist man bei der EZB der Ansicht, dass das reichen könnte. Dass die Eurozonen-Wirtschaft so nah an einem selbsttragenden, starken Wachstum ist, dass sechs weitere Monate mit Anleihe-Käufen reichen könnten, um der Wirtschaft den entscheidenden Impuls zu geben. Und wenn nicht, dann kann die EZB jederzeit nachlegen.

Sowieso gibt es auch ohne neue EZB-Milliarden genug Gründe für Aktien-Investments. Stabiles Weltwirtschaftswachstum, hohe Unternehmensgewinne, Mangel an Alternativen für die Geldanlage - das sind nur einige der Gründe, die den Aktienkursen auch ohne EZB-Schützenhilfe zu weiteren Gewinnen verhelfen werden. Bedenken Sie, dass das inflationsbereinigte Allzeithoch im DAX irgendwo zwischen 17.000 und 18.000 Punkten liegt. Und das ist „nur" das Allzeithoch, das im Jahr 2000 markiert wurde, als es noch genügend Anlage-Alternativen gab. Heute ist das anders - und noch mehr Geld wird früher oder später auf den Aktienmarkt strömen.

Mit annähernd 100% Investitionsquote gehen wir ins neue Jahr

Wir sind bereits investiert - inzwischen mit annähernd 100% unseres Kapitals. Wir benötigen daher heute keine neuen Käufe im Depot. Morgen früh werden wir uns allerdings von Linde trennen, die trotz einer merklichen Überreaktion auf nur minimal veränderte Gewinnziele bislang nicht auf den Pfad der Erholung zurückfanden.

In der vergangenen Woche fällig wurden die beiden Positionen im Chancen-Depot bei Allianz und Daimler. Während wir bei der Allianz in den kommenden Tagen eine Barzahlung erhalten werden, wird bei Daimler jedes Zertifikat in eine Aktie getauscht. Ich plane, diese Aktien zu veräußern und dafür neue Sprinter-Zertifikate zu kaufen. Die geben uns bei gleich bleibenden Risiken deutlich mehr Chancen auf üppige Gewinne!

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Herzlichst, Ihr

Stefan Schneider, Chefredakteur Trendfolge Depot und Faktor Trendfolge Depot

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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